Seminare im Studium

Das Vorhaben "Klimaneutrale Leuphana" wird regelmäßig in Seminaren behandelt. Die Studierenden entwickeln in diesen verschiedene Projekte, um dem Ziel der Klimaneutralität näher zu kommen. Folgend exemlarisch einige Beispiele:

Nachhaltige Wärmeversorgung Lüneburg 2030+ / Wie gelingt die Wärmewende? WiSe 15/16

Obwohl Wärme den deutlich überwiegenden Teil der in Deutschland benötigten Nutzenergie (ca. 2/3) und einen wesentlichen Anteil an den Gesamt-Treibhausgasemissionen (EU-weit ca. 40 % der Emissionen durch Gebäude) hat, geht die Umstellung der Wärmeversorgung auf regenerative Energien eher schleppend voran. In der Region Lüneburg wird der Strombedarf derzeit bereits zu mehr als 50 % regenerativ gedeckt, bereits im Jahr 2023 wird der gesamte Strom für die Region aus erneuerbaren Energien kommen. Dagegen wurden 2012 erst ca.10 % des Wärmebedarfs regenerativ gedeckt.
Im Seminar sollen auf der Basis von Ist-Daten und Prognosen Varianten für eine erneuerbare Wärmeversorgung gemeinsam mit Akteuren und Bürger_innen in Lüneburg erarbeitet werden

Energiewende - Szenarien und Handlungsoptionen, SoSe 15, WiSe 15/16

Das Projektseminar baut auf mehrjährigen Vorgängerprojekten auf und nutzt darüber hinaus Ergebnisse und Tools des Projekts EnERgioN. Konkret sollen verschiedene Ausbaupfade zur Erreichung einer 100% erneuerbar versorgten Region gemeinsam mit Praxispartnern untersucht, bewertet und in die aktuelle Diskussion eingebracht werden. Als Praxispartner stehen neben der Klimaschutzleitstelle des Landkreises Lüneburg diverse Akteure aus der regionalen erneuerbaren-Energien-Szene und der Stadtverwaltung zur Verfügung. Das Projekt zielt auf einen originären Beitrag zur Energiewende in der Region ab und ermöglicht den Projektteilnehmern einen unverstellten Blick auf die Praxis.

Energiewende - Szenarien und Handlungsoptionen, SoSe 14, WiSe 14/15

Die großen Herausforderungen der Energiewende sind unverkennbar: steigende Strompreise, stockender Netzausbau, Zunahme an Treibhausgasen durch (verstärkte) Nutzung fossiler Energien sind nur einige von zahlreichen lösungsbedürftigen Problemen. Wie in kaum einem anderen Themenfeld werden miteinander wechselwirkende soziale, ökologische, technische und wirtschaftliche Dynamiken erkennbar. Richtet man den Blick über die kurz- bis mittelfristige Energiewende (Ausstieg aus der Atomenergie) hinaus, stellen sich noch weit größere Fragen: Wie ist der Ausstieg aus dem fossilen Energiesystem bis 2050 möglich? Wie lässt sich eine mittel- bis langfristige Systemtransformation politisch gestalten? In diesem Themenfeld sollen im Projektseminar in einem transdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprozess handlungsorientierte Energiewende-Szenarien entwickelt und erprobt werden. Das Projekt schließt idealerweise an das auf die Erarbeitung eines Energiewende-Monitorings für die Hansestadt Lüneburg ausgerichtete Vorgängerprojekt an, welches in Kooperation mit der Klimaschutzleitstelle von Landkreis und Hansestadt Lüneburg und dem Wuppertal-Institut durchgeführt wurde.

Transdisziplinäres Projektseminar „Nachhaltiges Campusviertel“, SoSe 12, WiSe 12/13

In diesem Projekt nahmen die Studierenden über 2 Semester an der Konzeptionierung und wissenschaftlichen Begleitung der klimaneutralen Campusentwicklung teil und erarbeiteten Konzepte und Pläne für die Realisierung eines nachhaltigen, klimaneutralen Campus mit den Aspekten Infrastruktur, Bestandsgebäude, Energieversorgung und Nutzer_innen.

Seminar „Energiewahrnehmung und Energiebewusstsein“, WiSe 11/12

Hier wurden Energieverbräuche täglicher Aktivitäten in Beruf und Freizeit betrachtet, gemessen, berechnet, miteinander in Beziehung gesetzt und das eigene Energieverhalten analysiert und diskutiert. Insbesondere wurde das Problem der Energiewahrnehmung und des Energiebewusstseins in öffentlichen Liegenschaften thematisiert und damit der Grundstein für das Ambient-Intelligence-Konzept gelegt.

Entwicklung und Darstellung eines energetischen Nutzerprofils, WiSe 10/11

In einem exemplarischen Gebäude auf dem Campus wurde ein spezifisches Nutzerprofil für die Hochschulgruppem ProfessorInnen, wiss. Beschäftigte, Verwaltung und Studierende erstellt. Mit diesem Ergebnis kann das standardisierte Nutzerverhalten mit dem realen verglichen werden.

Programmierung einer Mitfahrzentrale, SoSe 09

In diesem Projekt wurde eine Mitfahrzentrale für die Homepage der Leuphana Universität Lüneburg programmiert.

Projektseminar "Ausbau erneuerbarer Energien an der Universität", SoSe 08

Die Studierenden entwickelten eine tragfähige institutionelle Struktur für Solar-Projekte in Lüneburg. Die Hochschule als öffentliche Einrichtung bietet hierbei einen besonders geeigneten Lernraum, der dabei hilft, eigenverantwortlich Kenntnisse und Kompetenzen in der Projektarbeit zu erlernen und zu vertiefen. So gründeten die Studierenden den "Lichtzins Lüneburg e.V." als Projektplattform für solare Aktivitäten an der Universität. Dieser Verein setzt sich gemeinnützig und extracurricular für die kommunikative Verbreitung des Ansatzes „Klimaneutralität durch erneuerbare Energien“ ein. Ziel ist sowohl die Mobilisierung aktiver Mitglieder aus Hochschule, Stadt und Umland sowie die Akquise und Vermittlung von Finanzmitteln für konkrete Solarvorhaben.

Transdisziplinäres Projektseminar "Klimaneutrale Universität", SoSe 07 und WiSe 07/08

Einbindung Studierender aller Fachrichtungen, zum Ende der Projektphase I haben die Studierenden der Projektgruppe KLIMA I Exposés erarbeitet, die als Grundlage für Projektphase II (Planung und Umsetzung) dienen. Die Ergebnisse wurden in einem Bericht zusammengefasst und der Hochschulleitung vorgelegt.

Projektbericht & Klimaneutrale Universität

Projektseminar "Campus und Verkehr", WiSe 07/08 und SoSe 08

Die Strukturen der Verkehrsgestaltung des Campus wurden erneut kritisch gesehen. Problemfelder wurden im Zuge empirischer Analysen erkannt und Wege zu ihrer planerischen Bewältigung eruiert. Ziel war der Entwurf verkehrlicher Planungsvarianten für den Campus Lüneburg.

Projektbericht Campus uns Verkehr, Teil 1

Projektbericht Campus uns Verkehr, Teil 2

Aufdeckung von Stromsparpotenzials, WiSe 07/08

Eine Studentengruppe analysierte die Haustechnik, die Stromkreise sowie die Nutzungsmuster. Darauf aufbauend stellten die Studenten Optimierungen des Strombedarfs vor sowie eine Verbesserung der Zählerstruktur. Das Projekt ist im Seminar „Fabrikintegration“ der Fakultät III angesiedelt.

Kampagne zum Stromsparen durch Verhaltensänderung, WiSe 07/08

Eine Studierendengruppe entwarf eine Energieeinspar-Kampagne am Standort Volgershall. Zunächst führte das Projektteam eine Ist-Analyse durch. Stromverbrauchende Geräte wurden kartiert. Daneben wurde der Stromverbrauch dieser Geräte während des Betriebs und im Stand-By-Betrieb gemessen. Ein zweiter Baustein war eine Umfrage unter den NutzerInnen am Standort zum Umgang mit Energie.