Tipps für diversitätsorientierte Lehre

Wie kann Lehre diversitätsorientiert gestaltet werden?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, je nach Situation und Kontext sind unterschiedliche Diversitätsaspekte relevant, entsprechend divers sehen geeignete Handlungsoptionen aus.
Dennoch lassen sich zusammenfassend einige Tipps formulieren, durch die Sie die Basis für diversitätsfreundliche Lehr- und Lernprozesse schaffen. Der Schwerpunkt dieser Sammlung liegt auf der methodisch-didaktischen Gestaltung von Lehrveranstaltungen.
Ganz grundlegend lässt sich empfehlen, Lehre so zu gestalten, dass sich möglichst alle Studierenden aktiv einbringen können. Der abwechslungsreiche Einsatz interaktiver Methoden fördert die Partizipation und Motivation.

Mittlerweile existieren einige gute Handreichungen und Webressourcen, die weitere Aspekte diversitätsorientierter Lehre berücksichtigen, beispielsweise die barrierearme Gestaltung von Lernräumen und Lehr- und Lernmaterialien, inklusive Prüfungen oder diskriminierungsfreie/arme Lehre.
Am Ende der Liste finden Sie dazu ein Linksammlung.

Wenn Sie weitere Tipps oder Hinweise zu hilfreichen Materialien haben, nehmen Sie gern Kontakt auf.

Wie kann Lehre diversitätsorientiert gestaltet werden?

Dies Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, je nach Situation und Kontext sind unterschiedliche Diversitätsaspekte relevant, entsprechend divers sehen geeignete Handlungsoptionen aus.
Dennoch lassen sich zusammenfassend einige Tipps formulieren, durch die Sie die Grundlage für diversitätsfreundliche Lehr- und Lernprozesse schaffen.

Wie kann Lehre diversitätsorientiert gestaltet werden?

Dies Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, je nach Situation und Kontext sind unterschiedliche Diversitätsaspekte relevant, entsprechend divers sehen geeignete Handlungsoptionen aus.
Dennoch lassen sich zusammenfassend einige Tipps formulieren, durch die Sie die Grundlage für diversitätsfreundliche Lehr- und Lernprozesse schaffen.

Tipps für diversitätsorientierte Lehre

  • Lernklima und Kommunikation
  • Didaktische und methodische Gestaltung
  • Feedback & Beratung
  • Diversität als Fachinhalt
  • weiterführende Materialien und Ressourcen
  • Beratung & Unterstützung

Lernklima und Kommunikation

  • Betrachten Sie Diversität als Normalität und hinterfragen Sie Ihre eigenen Vorstellungen der typischen Studierenden.
  • Kommunizieren Sie Lernziele, Lehrveranstaltungsinhalte, Prüfungsanforderungen sowie Ihre Erwartungen an die Mitarbeit der Studierenden deutlich. Dies erleichtert den Studierenden die Orientierung und den Abgleich mit den eigenen Lernzielen.
  • Schaffen Sie eine angenehme, konstruktive Seminaratmosphäre, in der Fehler als Lerngelegenheit betrachtet werden und sich möglichst viele Studierende einbringen.
    Bremsen Sie Vielredner_innen, die regelmäßig die Diskussion dominieren, indem Sie diesen z.B. die Aufgabe der Moderation übertragen.
  • Verwenden Sie eine inklusive Sprache, durch die sich alle Studierenden angesprochen und willkommen fühlen, in dem Sie auf das generische Maskulinum und diskriminierende Begriffe wie „schwarzer Peter“ oder „getürkt“ verzichten (weitere Infos).
  • Vermeiden Sie Generalisierungen und Stereotype (vor allem bei (Fall-)Beispielen) und verzichten Sie auf stereotypisierende Zuschreibungen oder Kommentare.
    Dazu gehört etwa das (auch gut gemeinte) Hervorheben, wenn sich zum Beispiel ein Student für weiblich konnotierte Themen meldet („Ach, das ist ja toll, dass sich mal ein Mann für dieses Thema interessiert!“) oder die Zuordnung bestimmter Themen aufgrund persönlicher Merkmale (etwa die Zuweisung eines Referats zu islamischer Kunstmalerei an eine Studentin, die Kopftuch trägt). Dadurch heben Sie die Studierenden auf eine Art hervor, die diesen vielleicht unangenehm ist und durch die zudem Stereotype reproduziert werden.
  • Schließen Sie bei internationalen Studierenden nicht von deren Deutschkenntnissen auf deren generelle Studienleistungen. Bedenken Sie, dass diese ständig eine Zusatzleistung erbringen: die fachliche Leistung und dazu die Kommunikation in einer Fremdsprache. Geben sie Studierenden mit Sprachschwierigkeiten die Zeit, die sie brauchen, um die richtigen Worte zu finden.
  • Internationale Studierende sind zudem oft in einer anderen Studien- und Lernkultur sozialisiert und mit deutschen Spezifika noch nicht vertraut. Zeigen Sie dafür Verständis und überlegen Sie bei Missverständnissen oder bei aus Ihrer Sicht nicht angemessenem Verhalten, ob der Grund in unterschiedlichen akademischen Kulturen liegen kann (dies kann zum Beispiel das Verhältnis Studierende - Lehrende, den Umgangston (Siezen/Duzen, Nähe/Distanz) oder Akzeptanz/Direktheit von Kritik betreffen).
  • Akademische (Fach-)Sprache muss erlernt werden. Vermitteln Sie Ihren Studierenden diese und geben Sie ihnen die Möglichkeiten, sich diese gezielt anzueignen (z.B. durch schreibintensive Lehre/writing in the disciplines).
    Gerade für die Lehre, die nicht in der Herkunftssprache der Studierenden stattfindet (sei es auf Englisch für deutsche Studierende oder auf Deutsch für internationale Studierende), können Sammlungen mit zentralen wissenschaftlichen Formulierungen und Wendungen eine Hilfe sein (Sie finden solche Listen in Lehrbüchern zur Wissenschaftssprache Deutsch/Englisch und für Englisch auch im Internet).
  • Wenn die Prüfungsordnung dies erlaubt, bieten Sie Studierenden mit Sprachschwierigtkeiten an, Studienleistungen in einer Alternativsprache zu erbringen (zum Beispiel auf Englisch statt auf Deutsch oder umgekehrt).

Didaktische und methodische Gestaltung

  • Als Lehrende neigen wir dazu, Lehre so zu gestalten, wie sie uns selbst am besten gefällt oder wie wir sie aus dem eigenen Studium kennen. Lerner_innen sind jedoch verschieden und bevorzugen unterschiedliche Lernformate. Variieren Sie daher Ihre Methoden, Lernmaterialien und Prüfungsformate.
  • Gestalten Sie Ihre Lehre interaktiv. Unterschiedlichen Vorwissen und Lerntempi können Sie besser begegnen, wenn Sie zum Beispiel in der Vorlesung immer wieder kurze Phasen des Partnergesprächs oder One-Minute-Papers einbauen. So werden die Studierenden aktiv, können sich gegenseitig bei Verständnisfragen aushelfen, das gerade Gehörte in Bezug zu ihrem Vorwissen und eigenen Erfahrungen setzen sowie eigene Gedankengänge entwickeln. Bei einem 60-minütigen Frontalvortrag ist es schwierig, unterschiedliche Lernstände zu berücksichtigen und das Interesse aller Studierenden aufrecht zu erhalten. Ermuntern Sie Studierende, auch beim eigenen Referat interaktive Sequenzen einzubauen.
  • Fördern Sie selbstgesteuertes Lernen, in dem Sie Studierenden ermöglichen, eigene Themen einzubringen, sowie mehrere Optionen für die Bearbeitung von Arbeitsaufträge sowie Hintergrundmaterialien anbieten, durch welche die Studierenden die Tiefe der Auseinandersetzung selbst bestimmen können.
  • Ermöglichen Sie den Studierenden, aus Aufgaben verschiedener Niveaustufen selbstständig eine Auswahl zu treffen.
    (Dabei sollten Sie jedoch das Niveau eher innerhalb eines oder zwischen zwei Kompetenzzielen (gemäß der Kompetenzstufen-Taxonomie von Bloom) variieren, damit Studierende nicht nur Aufgaben auf den unteren Kompetenzstufen bearbeiten und so in ihrem Kompetenzerwerb behindert werden).
  • Vermitteln Sie gerade im Bachelorstudium gezielt Lernstrategien und die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, zum Beispiel durch Leseanweisungen oder Schreibaufgaben. Der Einsatz von Portfolios fördert die Reflexion von Lernprozessen und eigenen Lernstrategien.
  • Schaffen Sie Verknüpfungspunkte zum Vorwissen und den individuellen Erfahrungen der Studierenden, indem Sie die Studierenden immer wieder auffordern, das Gelernte verschiedener Sitzungen und Seminare in Verbindung zueinander oder in Bezug zu außeruniversitären Erfahrungen zu bringen. Dies lässt sich oft schon durch kurze Lehrsequenzen wie Brainstormings, Cluster oder Partnergespräche erreichen. Visualisierende Methoden wie Cluster und Mind Maps  können hierfür besonders hilfreich sein.
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten digitaler Lehre: Digitale Lehreinheiten oder Aufgaben via Moodle ermöglichen zum Beispiel eine zeitlich und räumlich flexible Bearbeitung und geben Ihnen Aufschluss über Lernstand und offene Fragen der Studierenden, die Erstellung gemeinsamer Wikis oder Glossare ermöglicht kooperatives Lernen, durch Quizze oder Tests erhalten die Studierenden Rückmeldung zum Lernstand. Online-Brückenkurse sind eine Option, um Lücken im studienrelevanten Vorwissen zu schließen.
  • Ermöglichen Sie Studierenden, die eigene Positionierung und Selbstverständlichkeiten zu reflektieren. Fördern Sie die Einnahme unterschiedlicher Perspektiven und vermitteln Sie den Wert von Multiperspektivität. Hierzu bietet zum Beispiel das Komplementärstudium durch die Reflexion von Interdisziplinarität besondere Gelegenheit.

Feedback & Beratung

  • Geben Sie Studierenden regelmäßig Feedback, damit diese ihre Leistung und Lernstand einschätzen können.
  • Nutzen Sie auch Peer-Feedback. Dies aktiviert die Studierenden und ermöglicht einen Vergleich und gegenseitiges Lernen. Die Arbeit anderer zu kommentieren und zu bewerten fällt zudem oft leichter, als die eigene Arbeit selbständig zu überarbeiten. Zudem werden Sie durch Peer-Feedback entlastet.
  • Bitten Sie die Studierenden regelmäßig um Feedback zu Ihrer Lehre. Dies ermöglicht Ihnen die Anpassung an Bedürfnisse und Vorkenntnisse der Studierenden. Die Leuphana unterstützt Sie dabei durch zahlreiche Feedbackinstrumente.
  • Signalisieren Sie den Studierenden Ansprechbereitschaft, laden Sie die Studierenden in Ihre Sprechstunde ein und machen Sie die Sprechstundenzeiten transparent. Gerade Studierende mit Schwierigkeiten zögern oft, in die Beratung zu kommen.
  • Verweisen Sie die Studierenden auf Beratungs- und Unterstützungsangebote der Universität, wie beispielweise das Angebot des Schreibzentrums.

Diversität als Fachinhalt

  • Informieren Sie sich über den Forschungsstand zu Diversität in Ihrer Disziplin und bauen Sie entsprechende Fachinhalte in die Lehre ein.
  • Ziehen Sie die Option des Team Teachings mit einer Lehrperson aus der Diversityforschung in Betracht, um Diversitätsaspekte in Ihre Lehre zu integrieren und die Vorteile interdisziplinärer Lehre zu nutzen.

weiterführende Materialien und Ressourcen

Portale und Tools

Toolbox Gender und Diversity in der Lehre
FU Berlin
Die FU Berlin bietet mit der Toolbox ein umfassendes Portal zu Gender und Diversity in der Lehre. Berücksichtigt werden sowohl methodisch-didaktische als auch inhaltliche Aspekte. Sie finden Informationen zu Kompetenzen im Bereich Gender & Diversity, Good Practise Beispiele, einen Methodenpool und vieles mehr.
E-Learning-Tool Divers
Didaktik und Diversity in der Hochschullehre
Mit diesem E-Learning Tool können Sie Ihre Diversity-Kompetenz in der Lehre überprüfen und Grundkenntnisse erwerben. Die dafür notwendige Registration zur Nutzung dieses Projekts der Uni Köln und RWTH Aachen ist kostenlos.
Increasing Inclusivity in the Classroom
Portal der Vanderbilt University
This teaching guide of Vanderbilt University's Center for Teaching aims at discussing the importance of inclusivity in the classroom and at presenting examples of teaching more inclusively. Moreover, they offer a lot of other interesting resources about good teaching.
Gender und Diversity Portal
Uni Freiburg (D)
Die Uni Freiburg bietet in ihrem Gender und Diversity Portal einen eigenen Bereich zu Lehre in Form eines Werkzeugkastens. Darin finden Sie Checklisten zu zahlreichen Aspekten der Lehre wie Beratung & Betreuung, Curriculumsentwicklung, Evaluation und mehr, Leitfäden und Lernmodule, Hinweis zu Hintergrundinformationen sowie ein Glossar.
Diversität konkret
Online Zeitschrift zu Vielfalt in der Lehre
Die Publikationsreihe Diversität konkret entstand im Rahmen des Projekts ProDiversität II der Uni Duisburg-Essen. In zahlreichen Beiträgen setzt diese sich mit Alltagsproblemen und -fragen zum Thema Vielfalt in der Lehre auseinander und gibt als praxisorientierte Handreichung Ideen und Tipps für Lehrende und andere Hochschulmitglieder. Das KomDiM stellt die einzelnen Ausgaben der Reihe als Download zur Verfügung.
Inclusive Teaching and Learning
Inclusive Assessment
Assessment
Portal der University of Plymouth
Die University of Plymouth ist Vorreiterin im Bereich inklusives Prüfen. In ihrem Webportal bietet sie zahlreiche Informationen zu inklusivem Lehren und Lernen, darunter besonders spannend der Aspekt des Prüfens. Zu diesem Thema stellt sie umfangreiche Materialien zum Download zur Verfügung und gibt viele Anregungen.
(Wenn Sie nun ganz inspiriert sind und Ihre Lehrveranstaltungen modifizieren wollen, müssen Sie allerdings bedenken, dass Sie an der Leuphana die Prüfungsformate nicht ohne Weiteres variieren können, da je Modul das grundlegende Prüfungsformat festgelegt ist, was Alternativoptionen einschränkt).
Online-Tool zur Selbstevaluation und Weiterbildung für geschlechtergerechte Hochschullehre
Uni Freiburg (CH)
Die Schweizer Uni Freiburg (Fribourg) bietet ein Online-Tool, mit dem Sie Ihre eigene Lehre sowie Studiengänge hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit prüfen können. Ziel des Tools ist es, die Selbstevaluation der Lehre im Hinblick auf Genderaspekte anzuregen, Ressourcen zur Entwicklung von Kompetenzen im Gender-Bereich anzubieten, den Umgang mit einer heterogenen Studierendenschaft zu unterstützen und damit die Qualität der Hochschullehre zu fördern. Des Weiteren gibt es umfangreiche Literaturhinweise und ein Glossar.
Portal Gender Curricula für Bachelor und MasterSie wollen Diversityaspekte in das Curriculum eines Studiengangs implementieren und suchen Anregungen? Die finden Sie für die Dimension des Geschlechts in diesem Angebot des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW. Es versammelt zahlreiche Vorschläge zur Integration von Lehrinhalten der Genderforschung in die Curricula von über 50 Studienfächern, die Datenbank reicht von Agrarwissenschaft bis Wirtschaftsrecht. Zudem können Sie auf diesem Weg Expert_innen für die Begutachtung von Studiengängen sowie Informationen zu geschlechtergerechter Akkreditierung und Qualitätssicherung finden. 

Handreichungen & kurze Reader

McTeachie's Teaching Tips "Diversity in der Hochschule" (pdf)Sie mögen es lieber kurz und übersichtlich? Mit den McTeachies Teaching Tips bietet das Zentrum für Hochschulbildung der TU Dortmund zahlreiche Handreichungen für die Lehre. In dieser Ausgabe geht es um Diversität, geboten werden Basisinfos, Tipps für Lehr- und Lerninhalte bis hin zu Prüfungen sowie Literaturhinweise. Alle Ausgaben finden Sie unter zhb.tu-dortmund.de/zhb/hd/de/publikationen/mcteachies-teaching-tips.
Committing to Equity and Inclusive Excellence. A Campus Guide for Self-Study and Planning (pdf)Die Association of American Colleges and Universities (AACU) bietet mit dieser Handreichung eine Kombination aus Manifest und Handreichung, um Gerechtigkeit und inklusive Exzellenz in der Hochschulbildung umzusetzen. Hochschulen können sich so einem Selbstcheck unterziehen und Handlungsbedarfe erkennen. Zugleich ist die Publikation ein deutliches Bekenntnis, Ungleicheiten zu adressieren, gegen diese aktiv zu werden und eine exzellente Lehre zu fördern, von der alle Studierenden profitieren.
Reader Diversitätsbewusste Ansätze in Lehre und Studium
Ein Leitfaden für Hochschullehrende (pdf)
Die Universität Bremen bietet mit diesem Leitfaden Informationen und Tipps zu ausgewählten Aspekten diversitätsorientierter Lehre, im Fokus stehen die Themen Anwesenheitsregelungen, Prüfungsanforderungen und Nachteilsausgleich.
Diversity in the curriculum
Checklists of the Open University's Equality and Diversity Office
The Open University offers different resources to support academic staff in building equality, diversity and accessibility into mainstream processes on different levels. The documents help i.e. to check your language (appropriateness, discrimination, stereotypes, ...) or the institutional diversity policy, considering aspects like values or staff development regarding issues of teaching diverse students.
Especially the document Whose W.O.R.D.D. counts? is recommended as it helps to evaluate to what extent diversity is embedded in course content.
Reader Teaching International Students. Strategies to enhance learning (pdf)Because the University of Melbourne "endeavours to create environments which foster academic excellence and which encourage all students to engage with their learning communities", they released a short reader "with practical suggestions for teaching strategies that will assist the University’s international students. Some of the suggestions may seem self-evident as they represent widely accepted principles of effective teaching in higher education. Nonetheless they are worth reiterating."
Handout 7 Steps to Inclusive Assessment (pdf)Mit diesem 2-seitigen Handout bündelt die University of Plymouth zentrale Informationen zu inklusivem Prüfen und zeigt sieben Schritte auf dem Weg dorthin auf. Über die Literaturliste finden Sie Zugang zur vertieften Beschäftigung mit dem Thema.
Checklist Inclusive Teaching Strategies: Reflecting on Your Practice
(bearbeitbares G**gle-Dokument)
The University of Michigan created this Framework and Strategies for Inclusive Teaching, listing specific strategies for fostering four dimensions of inclusive teaching: content, instructional practices, instructor-student-interaction, student-student-interaction. Instructors can use it to reflect upon practices they already use or might adopt.
Weitere Ressourcen finden Sie unter http://www.crlt.umich.edu/multicultural-teaching/inclusive-teaching-strategies.
Heterogenität und Lehre. Praxishandreichung für eine
diversitätssensible Lernsituation und Diskriminierungsschutz
(pdf)
In diesem Reader der FU Berlin stehen Aspekte der Ungleichheit und (Anti-)Diskriminierung im Vordergrund. Neben Basisinfos umfassen die Themen Selbstreflexion, Praxistipps, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie Nachteilsausgleich. Der Anhang erläutert verschiedene Formen der Beeinträchtigung im Studium und bietet Literaturhinweise.
Studieren mit Behinderungen und chronischen Krankheiten. Informationen und didaktische Hinweise für Lehrende (pdf)Die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutsches Studentenwerks (DSW) gibt zahlreiche Tipps, wie Lehrende Ihre Lehrveranstaltungen so gestalten, dass Studierende mit Beeinträchtigungen gute Studienbedingungen haben. Zur Sprache kommen Themen wie Lehrmaterial, Prüfungen, Hilfsmittel oder verschiedenen Formate wie Exkursionen.
Handreichung Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen

Ähnlich wie das DSW bietet die FH Kiel eine Handreichung für Lehrende zur Ausrichtung der Lehre auf Studierende mit Beeinträchtigungen, gegliedert in die Themen Räume und Mobilität, Lehrmaterialien und Vermittlung, Lehrplanung, Selbstlernzeiten und -formen sowie Prüfungen.
Mitnehmbar des KomDiMsSie möchten noch mehr Materialien? Das Zentrum für Kompetenzentwicklung für Diversity Management in Studium und Lehre an Hochschulen in NRW (KomDiM) bietet in der Mitnehmbar einen hilfreichen Überblick über Tools und Handreichungen, von denen einige auch hier vorgestellt werden.

Ausführliche Reader & Hintergrundinformationen

Czollek, Leah Carola; Perko, Gudrun (2015): Eine Formel bleibt eine Formel. Gender/queer- und diversitygerechte Didaktik an Hochschulen: ein intersektionaler Ansatz (pdf)Hier finden Sie auf Basis wissenschaftlicher Literatur Hintergrundinformationen zu rechtlichen Aspekten und Intersektionalität sowie zudem Checklisten und Anforderungen an Diversity-Kompetenz.
AG Lehre (2016): Diskriminierungskritische Lehre. Denkanstöße aus den Gender Studies (pdf)Ein Sammelband des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien der HU Berlin, der umfassende Reflexionen über die Möglichkeiten diskriminierungskritischer Lehre bietet und dabei sonst oft vernachlässigte Themen wie zum Beispiel den Umgang mit Privilegien aufgreift.
Handreichung und Checkliste für barrierefreie Veranstaltungen (pdf)Diese Publikation des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit richtet sich zwar nicht speziell an Hochschulen, bietet jedoch umfassende Informationen zu Barrieren und Barrierefreiheit und ist damit auch für Lehrende interessant, die ihre Lehrmaterialien und Veranstaltungen barrierefrei gestalten wollen.
Traunsteiner, Bärbel (2015): Eine Sprache für alle! Leitfaden für geschlechter- und diversityfairen Sprachgebrauch (pdf)Der Leitfaden der FH Campus Wien berücksichtigt nicht nur die gesprochene und geschriebene Sprache des Deutschen, sondern gibt auch Gestaltungstipps für Vorträge, Englisch und Bildsprache.

 

 

Beratung & Unterstützung

Das Referat für diversitätsorientierte Lehre des Lehrservice unterstützt Lehrende bei der Umsetzung von Bildung durch und angesichts von Diversität mit verschiedenen Angeboten:

  • Didaktische Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von Lehrinnovationen, welche die Diversität der Lernenden reflektieren und konstruktiv ins Lehren und Lernen integrieren
  • Unterstützung beim Einsatz digital gestützer Lehr-Lernszenarien, um Diversität zu begegnen und insbesondere das gegenseitige Lernen durch kollaborative Formate (Peer Learning) zu fördern
  • Inhaltlich-didaktische Beratung zur Integration von Diversität als Lehrinhalt in verschiedene Fächer
  • Konzeption, Organisation und Durchführung von Workshops zu diversitätsorientiertem Lehren und Lernen
  • Förderung des Dialogs und der Vernetzung von internen und externen Akteur_innen des Interaktionsfeldes diversitätsorientierte Lehre mit dem Ziel des Erfahrungs- und Wissenstransfers

Für Beratungswünsche, Fragen und Anregungen zu diversitätsorientierter Lehre steht Ihnen die Referentin für diversitätsorientierte Lehre gern zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

Verena Eickhoff
Universitätsallee 1, C7.408
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1813
verena.eickhoff@leuphana.de