Lehrpreise

Die Auszeichnung von herausragenden Lehrveranstaltungen und Lehrkonzepten in Form von Lehrpreisen betont neben Forschung auch Lehre als Merkmal einer guten Universität. Gute Lehre begeistert Studierende und motiviert sie zum Selbststudium und zur Reflexion. Die Leuphana Universität Lüneburg vergibt seit 2007 jährlich Lehrpreise, um herausragende Leistungen in der Lehre und Lehrentwicklung zu würdigen. 2018 werden drei Lehrpreise im Rahmen des dies academicus bzw. beim Tag der Lehre feierlich überreicht:

Zwei Lehrpreise für herausragende Seminarkonzepte:

  • ein Preis für ein von Lehrenden eingereichtes Seminar
  • ein Preis für ein von Studierenden vorgeschlagenes Seminar

Ein Lehrpreis für herausragende Vorlesungskonzepte:

  • ein Preis für eine von Studierenden vorgeschlagene Vorlesung

Das Lehr-/Lernprojekt „Operations Research Lab“ bietet den Studierenden die Möglichkeit, Optimierungsmethoden aus der Wissenschaft auf wirtschaftsrelevante Problemstellungen aus der Wirtschaft anzuwenden. Die Studierenden entwickeln auf der Basis von Datenanalyse Optimierungslösungen, stellen diese mit Hilfe computergesteuerter Echtzeitsimulation vor und diskutieren ihre Vorschläge mit externen Projektpartnern. Das Lehrkonzept zum Seminar „Operations Research Lab“ verbindet in gelungener Weise ein anwendungsbezogenes Lehrsetting mit theoretischer und forschungsorientierter Basis. Die Veranstaltung bietet einen vielfältigen Wissens- und Kompetenzerwerb, da neben Fachwissen und Fachkompetenzen auch Sozialkompetenzen wie z.B. Teamarbeit und Praxiskompetenzen des Projektmanagements vermittelt werden. Im Konzept werden zudem die Abstimmung der Lehr-Lernziele, Prüfungsmethode und Lehr-Lernaktivitäten thematisiert (Constructive Alignment).

Die Vorlesung zur angewandten, wissenschaftlich fundierten Psychologie verfolgt als zentrales Ziel, Studierende aller Fächer in experimentelles, kausales psychologisches Denken einzuführen. Neben der Vermittlung zentraler psychologischer Forschungsmethoden und statistischer Grundkenntnisse widmet sich die Veranstaltung der Frage, wie die Psychologie in vielfältigen Bereichen unserer Gesellschaft das menschliche Verhalten beeinflussen und verändern kann. Die Vorlesung zeichnet sich durch ein dialogorientiertes, aktivierendes und motivierendes Lernsetting aus. Dies gelingt durch den Einsatz interaktiver Instrumente wie z.B. denkanregende Fragen, online Smartphone-Umfragen, live durchgeführte Experimente und musikalische Einstimmungen, die insbesondere für Großveranstaltungen als besonders innovativ einzustufen sind. Von Studierenden wurde weiterhin das ausgesprochen hohe Engagement der Lehrperson hervorgehoben.

Das Lehrkonzept bezieht sich auf zwei parallel abgehaltene Seminare für den Bachelor- und Master-Bereich. Inhaltlich ging es um die Fragen, was der Mythos eigentlich ist, wie sein Verhältnis zum Logos bzw. zur Moderne verstanden werden kann und welche unterschiedlichen Mythosdiskurse dieses Verhältnis mit welchen unterschiedlichen Intentionen betrachtet haben. Zusätzlich zu der Arbeit im Tutorium für BA-Studierende wurden im Seminar dabei hauptsächlich 3-4 verschiedene Ansätze intensiv erarbeitet, die einen Überblick über das Selbstverständnis der europäischen Moderne sowie der damit einhergehenden Probleme lieferten. Das Veranstaltungskonzept zeichnet sich durch eine besondere disziplinäre und strukturelle Offenheit aus, die von den Studierenden mitgestaltet werden konnte. Der Heterogenität der Studierenden wurde in besonderer Weise u.a. durch phasenspezifische Einführungssitzungen, unterschiedliche Prüfungsformen und ein zusätzliches Tutorium für Bachelor-Studierende Rechnung getragen.