Preis für ehrenamtliches Engagement 2011 - Service Learning

In der Kategorie „Service Learning“ werden Leistungen von Studierenden gewürdigt, die als Einzelpersonen oder im Rahmen einer Gruppenarbeit aus Lehrveranstaltungen heraus Projekte entwickelt haben, die studentisches Engagement im zivilgesellschaftlichen Leben mit akademischem Lernen verbinden.

Die gemeinnützige Verantwortung in Stadt, Kommune oder Region, im In- oder Ausland muss sich in einer konkreten praktischen Initiative abbilden oder bereits als Praxisprojekt abgeschlossen sein.

1. Preis 2011:
Projekt Kindergesundheit in Guinea-Bissau

Das Projekt entstand im Rahmen des Projektseminars „Social Entrepreneurship“ im Studienmodul „Wissenschaft trägt Verantwortung“ im Wintersemester 2010/2011 und wird seitdem von der Projektgruppe im Komplementärstudium fortgeführt. In enger Zusammenarbeit mit dem in Deutschland ausgebildeten afrikanischen Mediziner Dr. Agostinho Cá und mit dem Seminarleiter Dr. Jorge Guerra Gonzáles arbeiten die Studierenden daran, Sach- und Geldspenden zu sammeln. Das Krankenhaus in der guinea-bissauischen Stadt Catió, das von Dr. Cá geleitet wird, soll dabei vor allem mit medizinischen Geräten und Materialien unterstützt werden. Um sich der Öffentlichkeit und potentiellen Spendern präsentieren zu können, entwickelte die Gruppe zunächst einen Internetauftritt sowie Flyer und Plakate. Mit einem Informationsstand in der Lüneburger Innenstadt sowie dem gezielten Zugehen sowohl auf Lüneburger Geschäfte als auch auf Einzelhändler der jeweiligen Heimatstädte wurden Geldspenden gesammelt. Außerdem fanden sich große Sponsoren wie die Sparkasse.

2. Preis 2011:
Projekt Leuphana Becherlor

Entstanden ist die Initiative im Modul „Wissenschaft trägt Verantwortung“
des Leuphana Semesters 2010/2011. Der Name des Projekts ist ein Wortspiel,
das sich aus dem Leuphana Bachelor und der Idee eines neuartigen Mehrwegbechers zusammensetzt. Das Ziel des Projekts ist die komplette Ablösung des Einwegbechers durch den Mehrwegbecher an der Leuphana Universität Lüneburg. Damit wäre sie die erste pappbecherfreie Universität Deutschlands und würde ihrer nachhaltigen Ausrichtung besonderen Ausdruck verleihen. Das langfristige Ziel einer pappbecherfreien Universität soll in einem ersten Schritt erreicht werden, indem die Einstellung der Studierenden gegenüber ihrem Konsumverhalten geändert wird. Die Schaffung eines Umweltbewusstseins soll zu einem veränderten Konsumverhalten führen und damit langfristig zur Abschaffung der Pappbecher. Um dies zu realisieren soll der Bekanntheitsgrad des Projekts erhöht werden, weshalb Plakataktionen und das Verteilen von Flyern ebenso geplant sind wie Veranstaltungen während der nächsten Startwoche und Aufrufe zum Flashmob.

3. Preis 2011:
Projekt Initiative VisionInklusion

Entstanden ist die Initiative aus dem Projektseminar „Gründung einer Non-Profit-Organisation“, das von Jörg Richter und Susanne Braun geleitet wurde. Das Ziel der Initiatoren ist die Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen, womit ein Beitrag zur Erfüllung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen geleistet werden soll. Sie beziehen sich dabei ausdrücklich auf zwei UN-Ziele: Zum einen auf das Ziel der vollen und wirksamen Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft und zum anderen auf das Ziel, die Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt zu achten. In enger Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen aus der Region versuchen die Studierenden sowohl aus der Perspektive der gesellschaftlichen Verantwortung, als auch aus einer unternehmerischen Perspektive heraus, vor allem die kreative und künstlerische Betätigung zu fördern. Einmal wöchentlich findet daher in den Räumlichkeiten der Universität ein Treffen statt, bei dem Menschen jeden Alters mit und ohne Behinderung gemeinsam musizieren, Theater spielen oder malen.