Gesundheit

DAS GESUNDHEITSSYSTEM DER ZUKUNFT

Gute Versorgung ist die Basis einer demokratischen Gesellschaft

"Unser Gesundheitssystem steht vor zwei großen Herausforderungen: Erstens müssen wir vernünftige Angebote zu tragfähigen Preisen machen, zweitens Innovationen einführen", sagt Professor Wulf Rössler, wissenschaftlicher Leiter im EU-Großprojekt Innovations-Inkubator. Diesen Herausforderungen widmete sich die angewandte Forschung. Sie stellte die Frage, wie eine gerechte und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung gestaltet und auch in Zukunft finanziert werden kann. Noch gilt die Gesundheitsversorgung in Deutschland – auch im weltweiten Vergleich – als führend. Aber die Grenzen sind unverkennbar. Um auch für die folgenden Generationen ein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem erhalten zu können, ist daher aktives Handeln notwendig.

Ein Schwerpunkt des Inkubators: Für eine integrierte Versorgung chronisch Kranker entwickelten Forscherteams neue Geschäftsmodelle und organisatorische Innovationen. Hier stießen neue Möglichkeiten des Qualitätsmanagements medizinischer Angebote auf besonderes Interesse bei den Wirtschaftspartnern. Ein weiterer Fokus: Gleich mehrere Projekte konzentrierten sich mit starkem Regionalbezug auf Fragen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Dabei untersuchten sie auch die besondere Situation von Migrantinnen und Migranten. Obgleich 17 Prozent der in Deutschland Erwerbstätigen ausländische Wurzeln haben, ist ein solches Erheben und Auswerten kultursensibler Daten bisher weltweit einmalig gewesen. Viele weitere Aktivitäten des Inkubators waren auf den Einsatz neuer Medien ausgerichtet. Sie erreichten Menschen unabhängiger von Zeit und Ort. Bei jungen Menschen erleichterten sie die Prävention. Um zum Beispiel frühzeitig eine gesunde Lebensweise zu vermitteln, entwickelte eine Lüneburger Forschergruppe pädagogische Onlinespiele. Auch für die Behandlung – in Deutschland stark zunehmender – psychischer Beschwerden erforschten mehrere Teams digitale Angebote. 

Video: Die Konferenz Leuphana Gesundheitsgespräche 2014 untersuchte das Thema "E-Mental Health".

Lüneburg Innovation Incubator
Frauke Wildvang
Raum C10.207, Campus
Scharnhorststraße 1, 21335 Lüneburg
Fon 04131.677.1556
Fax 04131.677.1090
gesundheit@inkubator.leuphana.de

projekte

Das Forschungprojekt Einfach gute Pflege finden half Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen bei der Suche nach geeigneten Pflegeanbietern. Gemeinsam mit dem Lüneburger Pflegeberater DPR Deutscher Pflegering arbeiteten die Forscher daran, die Pflegesituation und das Wohlbefinden der hilfebedürftigen Menschen in der Region langfristig zu verbessern.

Wie berufsbedingten Erkrankungen vorgebeugt und Erkrankten der Weg zurück ins Berufsleben erleichtert werden kann, erforschte Gesund im Beruf. Dazu baute das Kompetenztandem lokale Einrichtungen auf, die kleinen und mittleren Unternehmen Leistungen im Bereich Prävention, Versorgung und Eingliederungsmanagement anboten. 

Das Projekt GET.ON GesundheitsTraining.Online entwickelte onlinegestützte Trainings- und Therapieprogramme, die dabei helfen sollten, psychischen Erkrankungen wie Depression und Panikstörung oder arbeitsbezogenem Stress vorzubeugen und sie zu behandeln.

Das anwendungsorientierte Vorhaben
HeaLinGo – Health and Language Integrated Gaming Online – entwickelte und evaluierte internetgestützte Spieleanwendungen. Der inhaltliche Fokus der Forschungsgruppe lag auf gesunder Ernährung und Englisch als Fremdsprache.

Das anwendungsorientierte Forschungsvorhaben
HeaLinGO – Health and Language Integrated Gaming Online – des Innovations-Inkubators entwickelt und evaluiert internetgestützte Spieleanwendungen. Der inhaltliche Fokus liegt auf gesunder Ernährung und Englisch als Fremdsprache.



Das Kompetenztandem Management-Modelle in der integrierten Versorgung entwickelte Geschäftsmodelle für eine integrierte Behandlung von Hochkostenerkrankungen wie Diabetes und chronischen Wunderkrankungen.

Das Projekt Vernetzte Versorgung untersuchte neue Wege in der Versorgung psychisch Erkrankter. Durch ein integriertes Versorgungssystem von ambulanten Bezugstherapeuten, Psychiatern und Ärzten sollte es ermöglicht werden, Patienten statt stationär im häuslichen Lebensumfeld zu behandeln. 

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