Lehrangebot

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Prof. Dr. Matthias Barth

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung für Kinder und Jugendliche


Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist kein neues „Thema" für den Unterricht, sondern ein innovatives Konzept, das Bildungsprozesse generell unter einer sehr grundsätzlich veränderten Perspektive sieht – mit Konsequenzen für Ziele, Inhalte, Methoden und Arbeitsweisen. Es ist die Antwort auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, die in vielen Bereichen ein grundsätzliches Umdenken erfordern.

Ziel ist, Menschen aller Altersgruppen und in allen Regionen der Welt zu ermöglichen, sich phantasievoll, informiert und verantwortlich an der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft zu beteiligen.

Gegenstand dieser Vorlesung ist die Frage, was Bildung für eine nachhaltige Entwicklung für Schule und Unterricht bedeuten kann:

welches Potential das Konzept für Kinder und Jugendliche aber auch für Lehrerinnen und Lehrer bietet, wie Unterricht damit motivierend und qualifiziert gestaltet werden kann und wie mit diesem Konzept bereits praktisch gearbeitet wird. Einbezogen werden auch die bildungspolitischen Grundlagen dafür, die internationale Diskussion über Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und die Arbeit mit dem Konzept in anderen Bildungsbereichen, die nicht ohne Einfluss auf Schule und Unterricht sind.

Die TeilnehmerInnen der Vorlesung werden Gelegenheit haben, sich über die Sitzungen hinweg kontinuierlich ein Grundlagenwissen über „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ aufzubauen.

Ziel: Kenntnis vom Bildungskonzept BNE

Verständnis für die didaktische Planung und Durchführung von BNE Veranstaltungen

Kenntnis von Bildungszielen und exemplarischen Inhalten

Fähigkeit zur Identifikation relevanter Bildungsakteure

Tutorium I Bildung für eine nachhaltige Entwicklung


Das Tutorium dient zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesung.

Jede/r Studierende wählt ein Tutorium.

Ziel: Kenntnis vom Bildungskonzept BNE

Verständnis für die didaktische Planung und Durchführung von BNE Veranstaltungen

Kenntnis von Bildungszielen und exemplarischen Inhalten

Fähigkeit zur Identifikation relevanter Bildungsakteure

Tutorium II Bildung für eine nachhaltige Entwicklung


Das Tutorium dient zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesung.

Jede/r Studierende wählt ein Tutorium.

Ziel: Kenntnis vom Bildungskonzept BNE

Verständnis für die didaktische Planung und Durchführung von BNE Veranstaltungen

Kenntnis von Bildungszielen und exemplarischen Inhalten

Fähigkeit zur Identifikation relevanter Bildungsakteure

Bildungsprozesse beforschen - empirische Zugänge im Sachunterricht


Mit Kurzinputs bzw. Flipped Classroom Elementen und einer Vertiefung und Erprobung in seminaristischen Übungsphasen wird einerseits das Verhältnis von Theorie und Empirie problematisiert, andererseits werden Bedingungen und Techniken empirischer Projekte und ihres forschungslogischen Ablaufs thematisiert. Das "Handwerkszeug" der empirischen Bildungsforschung wird zum Gegenstand gemacht und für den schulischen Kontext konkretisiert.

Ziel: Mit der Vorlesung werden Grundkenntnisse der Methoden der empirischen Sozial- und Bildungsforschung vermittelt und Fähigkeiten entwickelt, um empirische Untersuchungen angemessen interpretieren, kritisch hinterfragen sowie selbständig geeignete Untersuchungsdesigns für empirische Untersuchungen entwerfen zu können.

Mit der Veranstaltung wird für Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen von empirischen Methoden in der unterrichtlichen Praxis und die Rolle der Lehrkraft im Sinne einer Scolarship of Teaching sensibilisiert

M.Ed. Kirsten Frieda Bruhn

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung - Ansätze für die Grundschule


"Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" wird im Kontext der globalen Nachhaltigkeitsdebatte und bildungspolitischer Anforderungen an alle Bildungsbereiche als ethisches Prinzip, Aufgabe und Konzept eingeführt. Es wird vor dem Hintergrund etablierter Bildungsziele und -konzepte des Sachunterrichts als theoretische Grundlage reflektiert und zu diesen in Beziehung gesetzt. In Auseinandersetzung mit dem Bildungsziel Gestaltungskompetenz werden Bezüge zur eigenen Lebenswelt sowie zu denen der Kinder hergestellt und didaktische Konsequenzen für Inhalte und Methoden des Sachunterrichts erarbeitet.

Ethische Prinzipien, Ziele, Inhalte, Methoden und Arbeitsweisen einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung; Kriterien für die Auswahl und didaktische Grundlagen für die Bearbeitung möglicher Themen; Methoden zur Förderung von Gestaltungskompetenz;

Reflexion des sozialen Ortes von Bildungsinstitutionen im Prozess der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Bedeutung der Kooperation mit außerschulischen Partnern;

Zusammenhänge mit Konzepten wie Globales Lernen, Interkulturelle Bildung, Gesundheitsbildung, Umweltbildung, Genderfragen; Berücksichtigung des einschlägigen internationalen Diskussionsstands zu Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in der LehrerInnenbildung.

Ziel: Qualifikationsziele:

Die Studierenden

- verfügen vor dem Hintergrund des Leitbilds einer nachhaltigen Entwicklung über ein Verständnis für die Begründung von Inhalten, Methoden und Arbeitsweisen des Sachunterrichts

- können das Konzept einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Beziehung zu anderen Bildungskonzepten und zur eigenen Lebenssituation setzen und dessen Relevanz für die eigene berufliche Aufgabe einschätzen.

- können zukunftsbedeutsame Inhalte exemplarisch vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Entwicklung unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer, ökonomischer und kultureller Wirkungszusammenhänge für den Sachunterricht bearbeiten

- verfügen über Gestaltungskompetenz im Sinne von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

- Sie sind in der Lage, didaktische Konzepte für die Förderung von Gestaltungskompetenz im Sachunterricht zu entwickeln

- kennen Ansätze einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Kindergärten, außerschulischen Lernorten und den Zusammenhang von formellem und informellem Lernen in ihrer Bedeutung für den Sachunterricht

Fachkompetenz:

Die Studierenden können

- das Konzept einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung darstellen, erläutern und kontextualisieren

- zentrale Inhalte, Arbeitsweisen und Begründungsebenen im Konzept einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung differenzieren

- den Ansatz einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung vor dem Hintergrund unterschiedlicher Institutionen konkretisieren

Methodenkompetenz:

Die Studierenden können

- das Konzept einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu anderen Ansätze der Bildungsarbeit mit Kindern in

Beziehung setzen

- erste Grundzüge von Gestaltungskompetenz zeigen

- in ihre Überlegungen auch internationale Literatur einbeziehen

- ein Methodenrepertoire vor dem Hintergrund des Ansatzes einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung entwickeln und beurteilen

Personale Kompetenz:

Die Studierenden können

- kooperativ in Gruppen arbeiten

- eigene Weltbilder reflektieren und in Beziehung zu anderen setzen

- mit dem Potential kultureller Vielfalt umgehen

- Gender als Kategorie individuellen und gesellschaftlichen Handelns reflektieren

- sich in der Auseinandersetzung mit Kooperationspartner_innen in Bildungsprozessen üben

Dr. Sabine Richter

2.Semester - Forschendes Lernen im inklusiven Naturwissenschaftsunterricht in der Grundschule


Forschendes Lernen ist eine Möglichkeit naturwissenschaftlichen Unterricht inklusiv zu gestalten. Allerdings gilt es bei der Gestaltung viele Aspekte zu berücksichtigen, um tatsächlich alle Schüler*innen zu erreichen, die noch nicht abschließend erforscht sind. Insbesondere die Umsetzung in die Praxis ist eine enorme Herausforderung für Lehrkräfte. Oftmals gerät das fachliche Lernen zu sehr in den Hintergrund.

Ziel: - den Ansatz des Forschenden Lernens kennen, erfahren und selbst umsetzen

- Forschendes Lernen nach inklusiven Gesichtspunkten gestalten

- die Umsetzung Forschenden Lernens in inklusiven Klassen reflektieren

- Modelle von Aktionsforschung kennen und erproben

- Fallstudien durchführen

- Videoforschung durchführen

Besuche im Praxisblock im Fach Sachunterricht (Grundschule)


Begleitung des Praxisblocks im Fach Sachunterricht (Grundschule)


Nachbereitung des Praxisblocks im Fach Sachunterricht (Grundschule)


Projektseminar: Wertvolles Wasser als Thema im Sachunterricht


Die Studierenden entwickeln ein Konzept unter dem Überthema "Wertvolles Wasser" und erstellen Materialien die sich für ein Projekt in der Schule unter dem Konzept eines vielperspektvischen Unterrichts eignen.

Dazu werden fachdisziplinäre Kenntnisse und Kompetenzen projektorientiert vertieft. Beiträge fachbezogener Perspektiven werden für die Bearbeitung von inter- und transdisziplinären Frage- und Problemstellungen von Kindern sowie ihrer Bedeutung für kindliche Kompetenzentwicklung, auch in inklusiven Kontexten nutzbar gemacht.

Ziel: Die Studierenden...

können komplexe Inhalte und Fragestellungen Perspektiven übergreifend und bezogen auf die kindliche Lebenswelt vor

dem Hintergrund eines integrativen Sachunterrichts bearbeiten.

verfügen vor dem Hintergrund fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Anforderungen über vertieftes inhaltliches Wissen zu exemplarischen Themenfeldern und können sozial- und naturwissenschaftliche Perspektiven innerhalb dieser Themen erkennen, analysieren und sie in eigenen Lehr-Lern-Konzepte integrieren.

... können theoretische Inhalte in ihrer Relevanz für konkrete Handlungssituationen der Praxis einordnen und auf die Konzeption eigener Bildungsprojekte, in denen Schule als Teil einer Bildungslandschaft erkannt wird, anwenden.

können ein Praxisprojekt planen und entwickeln, sowie umsetzen und reflektieren.

können mit Praxispartnern dialogisch, konzeptionell und zielorientiert zusammenarbeiten.

Die Studierenden...

... können strukturiert, planvoll und lösungsorientiert im Team mit Studierenden zusammenarbeiten;

können Feedback gegenüber Studierenden und Kooperationspartner*innen konstruktiv formulieren;

können mit Kooperationspartner*innen im Sinne eines Projektziels zusammenarbeiten;

... lernen auf der Grundlage von wissenschaftlich fundierten, kritischen, emanzipativen Ansätzen und Perspektiven ihren

eigenen Standpunkt zu beziehen, diesen zu begründen und sich ein Thema zu eigen zu machen;

... können die eigenen Fähigkeiten einschätzen und konstruktiv in ein Projekt einbringen;

...können neue Situationen im Sinne der Projektziele analysieren und bewerten sowie ihr Handeln entsprechend anpassen;

... können die Ergebnisse ihrer Arbeit kritisch reflektieren und Schritte für die eigene Professionalisierung ableiten;

Weitere Angaben zu den Lehrveranstaltungen finden Studierende im Studienportal myStudy.