• Prof. Dr. Claudia Albes
  • Prof. Dr. Ulrike Steierwald
  • apl.-Prof. Dr. Hartmut Vollmer
  • Dr. Thomas Gann
  • Dr. phil. Tilmann Lahme
  • Katrin Dammann-Thedens
  • Christine Freifrau von Müller

Prof. Dr. Claudia Albes

Grundlagen der Literaturdidaktik (Deu 210) (S)

Masterkolloquium

2.Semester - Kleine literarische Formen (Deutsch, GHR) (S)
Kleine literarische Formen, wie zum Beispiel die Fabel, die Anekdote, die Kalender- oder die Kurzgeschichte, fordern wegen ihrer oft ausgeprägten ästhetischen Komplexität bei gleichzeitiger starker Verdichtung zu einer besonders intensiven Lektüre heraus. Daher eignen sie sich hervorragend für den Erwerb und Ausbau vielfältiger literarischer Rezeptionskompetenzen im Deutschunterricht der Primar- und Sekundarstufe.
Im Fokus des Seminars werden gattungstheoretische Überlegungen zu den Besonderheiten verschiedener kleiner Formen sowie Diskussionen über ausgewählte Textbeispiele, vor allem aber Überlegungen zu geeigneten Arbeitsmöglichkeiten mit diesen Texten im Deutschunterricht stehen. Inwiefern lässt sich durch die Auseinandersetzung mit den fraglichen Texten das literarische Lernen von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Altersstufen fördern? Wie lässt sich mit den Texten sinnvoll an die Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen? Und welche Unterrichtsmethoden im Umgang mit einzelnen kleinen Formen bieten sich jeweils an?
Diese und weitere Fragen sollen im Seminar zunächst theoretisch erörtert werden und anschließend in die Entwicklung und Durchführung kleinerer unterrichtsbezogener Forschungsprojekte münden.

Jugend und Schule in der deutschsprachigen Erzählliteratur um 1900 (S)
Im Fokus des Seminars stehen vier Erzähltexte der klassischen Moderne, die das zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders lebhaft und kontrovers diskutierte Thema "Jugend und Schule" aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Während Rainer Maria Rilkes Erzählung "Die Turnstunde" (1902) und Robert Musils Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" (1906) vor allem die sich im Spannungsfeld zwischen Einzelnem und Gruppe abspielende Sozialisation der Zöglinge in den Militärschulen jener Zeit in den Blick nehmen, erzählen Hermann Hesses Roman "Unterm Rad" (1906) und Robert Walsers fiktives Tagebuch "Jakob von Gunten" (1909) von der Schule als einer prekären Station im Prozess der kulturellen und sozialen Identitätsfindung ihrer Protagonisten. Lesbar sind alle vier Texte als poetische Archive zeitgenössischer pädagogischer, psychologischer, philosophischer und soziologischer Diskussionen - etwa über autoritäre Erziehungspraktiken und lebensferne Bildungspläne, über die Gefährdung Heranwachsender durch "moderne" Seelenleiden wie Neurasthenie oder Hysterie, oder über das Gedeihen sadomasochistischer Verhaltensweisen unter den männlichen Zöglingen in den Kadettenanstalten des Obrigkeitsstaats.

Anmeldung zu allen Veranstaltungen im Rahmen des Studiums unter Mystudy.leuphana.de.

Prof. Dr. Ulrike Steierwald

Textualität (Deu 110) (V)
Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Theorie der Literatur und die Praxis der Literaturwissenschaft in ihrer Geschichtlichkeit und Gegenwart. Die Vielfalt möglicher Antworten auf die Frage "Was ist Literatur?" bzw. "Was ist ein Text?" im Rahmen der Philologien steht im Zentrum. Die Fragestellung wird zum Ausgangspunkt für das wissenschaftlich begründete Lesen sowie das Sprechen und Schreiben über literarische Texte.
Komplementär zu dieser Vorlesung des Moduls werden Wahlpflichtseminare angeboten, die die Anforderungen an das literaturwissenschaftliche Arbeiten, Recherche, die Formulierungen erster "Forschungsfragen" und den Aufbau und die Konzeption wissenschaftlicher Argumentation vermitteln.

TYLL (Deu 110) (S)
Wer oder was ist TYLL? In der historischen wie literarischen Überlieferung ist es die spätmittelalterliche Figur des Narren, der es vermag, das Denken auf der Grenze zwischen Weisheit und Wahnsinn im künstlerischen Seiltanz zur Schaustellung, zu sprachlicher Darstellung, zu bringen. TYLL lautet auch der Titel eines 2017 erschienenen Romans von Daniel Kehlmann. Dabei verkörpert die Gestalt des Ulenspiegel in Kehlmanns Roman die geradezu unheimliche künstlerische, kreative Macht einer radikal auf sich selbst verwiesenen Existenz. Mit dieser "Neuerfindung einer legendären Figur" (Klappentext des Fischer-Verlages) brechen Fragen auf, die weit über diesen einzelnen Text hinausgehen.

Masterkolloquium

In Szene setzen. Dramaturgie und Regiekonzept zu Lessings "Emilia Galotti" (S)
Bereits in der Entstehungszeit des deutschsprachigen, spezifisch "bürgerlichen" Trauerspiels "Emilia Galotti" standen Fragen nach der Dramaturgie, also den inszenatorischen Gestaltungsmöglichkeiten der Sprache, im Vordergrund des literarischen Interesses. Lessings Drama stellt sich den damit verbundenen performativen, ästhetischen und politischen Herausforderungen an das"Humane" in einer für seine Zeit unerhört radikalen Konsequenz.
Im Seminar "In Szene setzen" entwickeln die Regie-Teams eine eigene Dramaturgie und ein Regiekonzept für Lessings Schauspiel als gegenwärtige wie relevante Antworten auf diese Fragen. Die Inszenierungsentwürfe gehen von einer kontext- und diskursanalytischen Durchdringung des Textes aus, erarbeiten eine gestrichene Fassung und konzipieren Rollen, Raum- und Bewegungskonzeptionen. Ein Theaterbesuch der aktuellen Inszenierung am Theater Lüneburg und das Gespräch mit der dortigen Dramaturgin werden das Seminar abrunden.

Textkörper - Körpertexte: Zum anatomischen Blick in Literatur- und Kunstgeschichte der Gegenwart (S)

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apl.-Prof. Dr. Hartmut Vollmer

Grundlagen der Literaturdidaktik (Deu 210) (S)
Das Seminar führt ein in die Aufgaben, Ziele und Methoden der Literaturdidaktik. Neben theoretischen Betrachtungen und Analysen (mit den Schwerpunkten: Literarisches Lernen, Leseförderung, Lesesozialisation, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht) sollen im Seminar aktuelle literaturdidaktische Modelle in die Praxis umgesetzt werden.

Erzähltexte der jüngeren deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (Deu 110) (S)
Das Seminar beschäftigt sich mit ausgewählten Erzählungen von Autorinnen und Autoren der jüngeren deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (Judith Hermann, Peter Stamm, Tanja Dückers und Daniel Kehlmann). Ein wichtiger Aspekt wird neben den detaillierten Textanalysen auch die Rezeption sein, deren Untersuchung Einblicke gewährt in den gegenwärtigen Literaturbetrieb, in Formen der Buchkritik und der Medienpräsentation. - Exemplarisch wird das Seminar generelle Aspekte der Analyse und Interpretation von Erzähltexten behandeln.

Kompetenzorientierter Deutschunterricht an berufsbildenden Schulen (Deu 470) (S)
Nach der Beschäftigung mit den theoretischen Grundlagen eines kompetenzorientierten Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen im ersten Seminar des Moduls, im vergangenen Wintersemester, stehen nun konkrete Unterrichtskonzeptionen im Mittelpunkt. Nachdem zentrale Aspekte der Planung, Durchführung, Beobachtung und Reflexion des Unterrichts sowie die Erstellung eines Unterrichtsentwurfs behandelt worden sind, sollen die Studierenden Konzepte einer Unterrichtsstunde im Seminar vorstellen, die später, als Prüfungsleistung, auszuarbeiten und zu verschriftlichen sind.

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Dr. Thomas Gann

Textverstehen lernen und lehren (Deu 270) (S)

 

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Dr. phil. Tilmann Lahme

Aktuelle Kinder- und Jugendliteratur (Deu 110) (S)

Begleitung des Praxisblocks im Fach Deutsch (GHR) (S)

Besuche im Praxisblock im Fach Deutsch (GHR) (Pra)

Nachbereitung des Praxisblocks im Fach Deutsch (GHR) (S)

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Katrin Dammann-Thedens

Literatur im Wechselspiel zwischen Bild und Schrift (Deu 110) (S)

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Christine Freifrau von Müller

Was ist Literatur? Warum Literatur? (Deu 201) (S)
Was ist Literatur?
Warum Literatur?
Darauf können natürlich keine eindeutigen Antworten gefunden, sondern eben nur von komplexen methodologischen, kulturhistorischen und weiteren aus dem Seminargespräch heraus entwickelten Fragestellungen das weite Spektrum der Literatur erfasst werden.
Wie kommt der Mensch zum Schreiben von fiktiven Geschichten? Wie kommt man aus einem sozialen Hintergrund ohne kulturelle Vorbildung (wie z. B. Winkelmann und Eckermann, 18. Jahrhundert) zur kulturellen Praxis und enger noch, zum Schreiben von Literatur? Und mehr noch: Was haben wir Rezipienten von Literatur davon, sie zu lesen und mit ihr umzugehen? Diese Frage stellt sich bis in die Moderne hinein - mit besonderem Blick z. B. auf Marcia Bodrozic und ihre Essays zum Körper und zum Feminismus, Hubert Fichte und seine literarischen Texte und Elfriede Jelinek und Ihr Werk oder auch Vorlesung des Nobelpreisträgers Kazuo Ishiguro 2017.
Warum sind uns noch heute in Sagen und Tragödien überlieferte Helden der Antike bekannt, ebenso wie z. B. die Stücke von Shakespeare, die Gestalten Gretchen und Faust, Don Quichote und Robinson Crusoe? Damit tun sich mehrere Themenkreise auf, nämlich die Frage nach dem Mythos, nach dem Begriff der Weltliteratur und die Frage nach einem Literaturkanon.
So ist auch die Frage, welche literarischen Ansprüche hinter der Literaturkritik und Zensur von Lessing bis heute, anhand von ausgewählten Beispielen deutlich werden, unbedingt zu bearbeiten.

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