Sozial- & Betriebspraktikum

Ziel und Umsetzung

Als Lehrkraft gestalten Sie die Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen zentral mit. Das Sozial- und Betriebspraktikum (SBP) soll Ihnen dabei helfen, einen vertieften Einblick in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu bekommen. Dies ist insofern von hoher Bedeutung, als dass Sie als Lehrkraft in einer Grundschule z.B. auch für die Gestaltung des Übergangs- vom Elementarbereichs in die Schule zuständig sind, bzw. als Lehrkraft in der Sekundarstufe I den Übergang in die Sekundarstufe II bzw. das Ausbildungssystem vorbereiten. Hier unterstützen Sie Schülerinnen und Schüler in der Berufsorientierung.

Neben den zeitlich vor und nach der Schule liegenden Systemen, sind Schülerinnen und Schüler auch während der Schulzeit in vielfältige soziale Einrichtungen eingebunden. Hierzu gehören Vereine oder sozialpädagogische Unterstützungssysteme. Schulen sind hierbei Teil einer Bildungslandschaft und sind so vielfältig vernetzt mit weiteren Einrichtungen bzw. Angeboten der Region.

Organisation

Sie organisieren das Sozial- und Betriebspraktikum als Studierende selbstständig. Sie sind frei in der Wahl des Praktikumsortes, sofern dieser den unten beschriebenen Kriterien entspricht. Sie müssen den Abschluss des Sozial- und Betriebspraktikums bei der Bewerbung zum Masterstudium nachweisen.

Wenn Sie sich nicht selbstständig ein entsprechendes Praktikum organisieren möchten, können Sie alternativ ein geeignetes Modul im Komplementärstudium besuchen. Hierzu schließen Sie eins der Module „Praxisorientierte Zugänge zu ...“ in einer der vier angebotenen Perspektiven erfolgreich ab. Dies wird als SBP anerkannt und Sie müssen keine weiteren Unterlagen einreichen.

Die Anrechnung eines selbst organisierten SBPs entbindet Sie nicht von der Belegung eines Moduls im Komplementärstudium – Sie haben jedoch eine größere Wahlmöglichkeit.

Anforderungen

Sofern Sie ein eigenes Praktikum organisieren möchten, gelten dafür folgende Rahmenvorgaben:

  • Eine Tätigkeit mit einem Zeitumfang von mindestens 150 Stunden (z.B. 4 Wochen Vollzeit = 160 Stunden).
  • Der Abschluss des Praktikums / der Tätigkeit darf nicht länger als 6 Jahre bei Zulassung zum Master zurückliegen.
  • Die Tätigkeit kann ehrenamtlich oder im Kontext von Ausbildungssituationen durchgeführt worden sein. Sie muss in einer Organisation, Betrieb, Einrichtung, Verein etc. durchgeführt worden sein. Sie kann nicht komplett außerhalb institutionalisierter Kontexte erfolgen.
  • Die Tätigkeit muss inhaltlich den Zielen des Sozial- und Betriebspraktikums wie sie oben beschrieben sind entsprechen.

Beispiele für anrechnungsfähige Tätigkeiten / Praktika sind:

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf
  • Praktikum in einem Kindergarten (nur für Grundschule)
  • Praktikum in einem Jugendverband / Sportverein / etc., wobei sich dies nicht allein auf die Leitung einer einzelnen Jugendgruppe beziehen kann, sondern immer eine Einbindung in den Kontext des Gesamtverbandes gegeben sein muss (z.B. die teilweise Tätigkeit in einer Geschäftsstelle + die Leitung einer Jugendgruppe)
  • Tätigkeit in einem Ausbildungsberuf bzw. Tätigkeit nach einem abgeschlossenen Studium (wobei hier keine reinen Hilfskrafttätigkeiten / Studierendenjobs angerechnet werden können).
  • Absolvierung eines strukturierten Freiwilligendienstes (z.B. FSJ, BFD, weltwärts), sofern dies in einem für diesen Kontext relevanten Arbeitsfeld geschehen ist.
  • Sozial- und Betriebspraktika, die von einer anderen Universität als solche anerkannt wurden.

Beispiel für nicht anrechnungsfähige Tätigkeiten / Praktika sind:

  • Praktika, die nicht in Schulen durchgeführt wurden und bei denen die Tätigkeiten mit Unterricht verbunden war.
  • Selbstständige Erziehung eines Kindes bzw. Pflege von Angehörigen.
  • Private oder institutionalisierte Nachhilfe
  • Private Beaufsichtigung von Kindern
  • Aushilfstätigkeiten in Betrieben (z.B. studentische Minijobs)

Zuständigkeiten und Ablauf der Anrechnung

Sie benötigen den Nachweis zur Anerkennung des SBP mit der Bewerbung zum Masterstudium Lehramt an Grundschulen (M.Ed.) bzw. Lehramt an Haupt- und Realschulen (M.Ed.). Sollten Sie das SBP durch die Absolvierung der entsprechenden Module im Komplementärstudium absolvieren, brauchen Sie sich nicht um eine weitere Anrechnung kümmern. 

Sollten Sie ein anderes Praktikum entsprechend der vorgenannten Regeln anrechnen lassen wollen, ist hierfür die Praktikumsstelle zuständig.

Bitte reichen Sie hierzu einen entsprechenden Nachweis im Original (zur Ansicht) mit Kopie (für unsere Unterlagen) Tanja Schliemann, Raum C1.002, ein. Aus dem Nachweis muss die Erfüllung der benannten Bedingungen hervorgehen. Bitte vermerken Sie Ihre Matrikelnummer auf dem Dokument. Sie erhalten von uns eine Nachricht, wenn die Anerkennung erfolgt ist.

Für inhaltliche Fragen steht Ihnen Timo Beckmann zur Verfügung.