Studienfinanzierung

Finanzierungsmöglichkeiten

Mit Beginn eines Studiums führen Sie vielleicht zum ersten Mal einen eigenen Haushalt und können noch nicht genau einschätzen, wie viel Geld Sie monatlich für Ihr Leben als Student*in einplanen müssen. Zunächst einmal: Damit sind Sie nicht allein, denn den meisten Studierenden geht oder ging es genauso. Einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums sowie nützliche Tipps finden Sie in der Finanzierungsbroschüre

Kosten im Überblick

Wie viel werden Sie monatlich für Miete ausgeben? Wie viel Geld brauchen Sie für Essen und ist das mehr oder weniger als andere dafür zahlen? Wie sieht das mit der Krankenversicherung aus und brauchen Sie als Studierende*r noch andere Versicherungen? Nimmt die Hochschule selbst Gebühren von Ihnen? Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen, damit Sie Antworten auf möglichst viele Ihrer Fragen erhalten.

Semesterbeitrag

Seit Abschaffung der Studiengebühren in Niedersachsen müssen Sie für Ihr Studium an der Leuphana Universität Lüneburg ausschließlich den sogenannten Semesterbeitrag zahlen. Der Semesterbeitrag setzt sich aus verschiedenen Kosten zusammen, wie etwa den Kosten für das Semesterticket.

aktueller Semesterbeitrag

  • Studentenwerksbeitrag: 104,00 Euro
  • Studierendenschaftsbeitrag: 178,32 Euro
    
(Semesterticket: 161,32 €, incl. Kulturticket, Stadt-Rad, Radspeicher
    sowie 17,00 € Beitrag zur studentischen Selbstverwaltung)
  • Verwaltungskostenbeitrag: 75,00 Euro
  • Summe: 357,32 Euro

Weitere Kosten

  • Wohnen
  • Essen
  • Krankenversicherung
  • Bücher und Kopien
  • Computer, Technik & Co
  • Freizeit, Kultur und Sport
  • Kleidung
  • Drogerieartikel
  • Medikamente und Arztkosten
  • Internet, Telefon und Rundfunkbeitrag
  • Öffentliche Verkehrsmittel und Fahrtkosten

Weitere Kosten

Wohnen

Circa ein Viertel aller Studierenden in Deutschland wohnt bei den Eltern. Alle anderen leben in Studierendenwohnheimen, Wohngemeinschaften oder in einer eigenen Wohnung. Wenn es ums Wohnen geht, kommen ganz unterschiedliche Entscheidungen und Herausforderungen auf Sie zu: Was ist die richtige Wohnform für Sie? Wie finden Sie eine Wohnung? Was bedeutet Mietkaution? Woher bekommen Sie Ihre Möbel?

Wohnen: Wohnheim, WG oder allein?

In vielen Hochschulstädten gibt es Wohnheime, in denen Sie als Studierende*r für vergleichsweise wenig Geld leben können. In Lüneburg verwalten das Studentenwerk OstNiedersachsen und der Verein Campus e. V. gleich mehrere Wohnheime, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind.
Hier können Sie in unterschiedlich großen WGs oder auch in Einzel-Apartments wohnen.

Wenn gerade kein Zimmer oder keine Wohnung frei ist, können Sie sich auf Wartelisten eintragen lassen. Mit genügend Wartezeit bekommen Sie hier auf jeden Fall ein Zimmer. Die meisten Wohnheim-Küchen sind übrigens schon gut ausgestattet. Und wenn Sie mit ganz wenigen Sachen starten: Das Studentenwerk bietet auch möblierte Zimmer an.

Eine von vielen gewählte Alternative zum Wohnheim ist das Wohnen in einer Wohngemeinschaft (WG) oder in einer eigenen genutzten Mietwohnung. Welche dieser beiden Varianten Sie bevorzugen, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und finanziellen Möglichkeiten ab. Für eine Wohnung zahlen Sie tendenziell etwas mehr als für ein Zimmer in einer WG. In einer WG haben Sie meist ein eigenes Zimmer. Bad, Küche und möglicherweise auch Wohnzimmer nutzen Sie und Ihre Mitbewohner*innen gemeinsam. Dies gilt oft auch für die Küchenausstattung und die Waschmaschine.

STATEMENT

Warum ich in einem Wohnheim wohne? Vor allem aus Kostengründen. Es ist einfach viel billiger, ich zahle 280 Euro. Einzimmer-Wohnungen gibt es hier im Schnitt für 400 Euro. Das war mir zu teuer. Und außerdem lernt man sehr interessante Menschen kennen. Das ist ja nicht nur eine WG, sondern im ganzen Wohnheim leben insgesamt 40 Leute. Es ist auch besser, um Anschluss zu finden. Ich komme ja nicht von hier.

(Tabea, 18 Jahre, studiert Wirtschaftspsychologie)

Wohnkosten

In Lüneburg zahlen Sie monatlich für Wohnheimzimmer zwischen 197 Euro und 492 Euro. Heizung, Strom, Telefon und Internet sind in der Regel im Zimmerpreis inbegriffen.

Wenn Sie in einer privaten WG leben möchten, informieren Sie sich am besten über WG-Suchportale im Internet. Hier gewinnen Sie schnell einen Überblick über die Preise auf dem WG-Markt in Ihrer Stadt. WG-Zimmer kosten in Lüneburg je nach Größe und Lage zwischen 270 Euro und 500 Euro – Nebenkosten, Telefon und Internet inklusive.

Wenn Sie eine Wohnung für sich allein suchen oder eine neue WG gründen wollen, sollten Sie auf den Immobilienseiten im Internet und in den Lokalzeitungen suchen. Der Quadratmeterpreis für Wohnungen liegt in Lüneburg derzeit je nach Wohnlage zwischen 8,98 Euro und 13,00 Euro pro Quadratmeter. Vergessen Sie dabei nicht, auch die Nebenkosten der Wohnung mit einzukalkulieren. Einzimmer-Wohnungen kosten in Lüneburg aktuell zwischen 250 Euro und 550 Euro Warmmiete.

Mietkaution

Die Mietkaution oder auch Mietsicherheit ist eine im Mietvertrag festgelegte Geldsumme, die Sie als Mieter*in dem Vermieter als Sicherheitsleistung zahlen. Bei Auszug bekommen Sie die Kaution abzüglich eventuell noch ausstehender Kosten zurückgezahlt.

Beachten Sie, dass die gesetzliche Höchstgrenze für die Kaution drei Monatskaltmieten beträgt. Der Vermieter ist verpflichtet, die Kaution zinsbringend auf einem Sparkonto anzulegen. Die angesparten Zinsen stehen Ihnen als Mieter*in zu. Beim Studentenwerk OstNiedersachsen müssen Sie mit einer Kaution in der Höhe einer Monatswarmmiete und bei Campus e. V. aktuell mit 400 Euro rechnen.
 

TIPPS

Wussten Sie schon? Seit Juni 2015 gilt in Bezug auf die Makler-Courtage das so genannte „Besteller-Prinzip“. Das heißt, dass nur noch derjenige die Gebühr zahlen muss, der den Makler in Auftrag gegeben hat – in der Regel der Vermieter.

Ummelden nicht vergessen! Wenn Sie für Ihr Studium neu nach Lüneburg gezogen sind, dann sollten Sie sich zügig beim Einwohnermeldeamt bzw. beim Bürgerbüro ummelden. Beachten Sie: Lüneburg erhebt die sogenannte Zweitwohnsitzsteuer! Es ist also günstiger, wenn Sie sich mit Ihrem Erstwohnsitz in der Hansestadt melden.

Möbel und Hausrat

In vielen WGs gibt es bereits den nötigsten Hausrat: Teller, Geschirr, Töpfe und Staubsauger sind oftmals schon da. Wenn Sie allein eine Wohnung beziehen, müssen Sie all das erst einmal besorgen, um Ihren Alltag in den eigenen vier Wänden zu meistern.

Auch Möbel müssen Sie in vielen Fällen selbst organisieren. Wenn Sie noch nicht viele Möbel haben, müssen Sie diese neu oder gebraucht kaufen. Ob über Kleinanzeigen, Sperrmüll oder günstige Möbel in Möbelhäusern: Auch in Ihrer Stadt gibt es Möglichkeiten, Hausrat und Möbel günstig zu beschaffen.

TIPPS

Bei Sack & Pack gibt es vom Lattenrost über Kleiderschränke hin zu obskuren Lampen, Geschirr und allerlei Krimskrams Gebrauchtes für sehr wenig Geld. Retrofans aufgepasst! Es lohnt sich regelmäßig vorbeizuschauen, da der Bestand ständig erweitert und aufgefüllt wird.

Das Zeughaus in der Lüneburger Innenstadt freut sich über mode- und preisbewusste Besucher*innen. Neben Kleidung werden auch diverse andere Gebrauchsgegenstände feilgeboten. Wer BAföG empfängt, erhält dort eine Kundenkarte und so weitere Ermäßigung auf die Preise.

Besonders geduldige und engagierte Schatzsucher*innen können auch beim Sperrmüll fündig werden. So manche WG hat ihr gemütliches Sofa in einer gemeinschaftlichen Nacht- und Nebelaktion vor der Müllpresse bewahrt und dem Sofa so einen zweiten Frühling geschenkt. Kalender der Entsorgungsbetriebe geben Hinweise, wann wieder Sperrmüll zu finden ist.

Umzug und Renovierung

Wenn Sie mit vielen Möbeln und Hausrat umziehen und kein eigenes Auto oder gar einen Kleintransporter besitzen, müssen Sie je nach Distanz mit hohen Umzugskosten rechnen. Für die Miete eines PKW oder Transporters sollten Sie je nach Größe, Entfernung und Ausleihdauer zwischen 30 Euro und 400 Euro einplanen.

Auch sollten Sie mit Ihrem künftigen Vermieter abklären, ob Sie beim Ein- oder Auszug renovieren müssen. Je nach Größe der Wohnung bzw. des WG-Zimmers müssen Sie mit 40 Euro bis 300 Euro rechnen.

Essen

Vielen Studierenden fällt es schwer, einzuschätzen, wie viel Geld sie monatlich für Essen ausgeben. Im Rahmen einer Befragung durch das Deutsche Studentenwerk reichen die Angaben von 50 Euro bis 250 Euro im Monat – was wahrscheinlich zum einen eine Unter- und zum anderen eine Übertreibung ist.

Im Durchschnitt geben Studierende etwa 165 Euro im Monat für Essen aus. Wenn Sie genau wissen wollen, wie viel Geld Sie selbst jeden Monat für Mensa, Müsli, Nudeln, Kaffee und Co brauchen, können Sie ein Haushaltsbuch führen, in dem Sie Ihre eigenen Ausgaben dokumentieren.
 

TIPPS

Viel zu probieren gibt es auch in unmittelbarer Nähe Ihrer Vorlesungs- und Seminarräume. Neben der Mensa gibt es auch die Gaststätte der DAA (Deutschen Angestellten Akademie) mit Frühstücksangeboten, Salatbar, Nudelspezialitäten und abwechselnden Tagesgerichten. Wen Sie Ihren Kaffee oder Tee gern mit Politik verbinden wollen, wird Ihnen das von Studierenden selbstverwaltete Café PlanB gut gefallen. Gleiches gilt für die VoKü im Anna & Arthur, wo jeden Mittwochabend diverse politische Gruppen zum gemeinsamen, günstigen und veganen Essen einladen. Wenn ein Überschuss erwirtschaftet wird, fließt er direkt in die politische Arbeit. So können Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Lebensmittel

Wie viel Sie für den Einkauf von Lebensmitteln einplanen müssen, hängt von Ihren Gewohnheiten und Prioritäten ab. Je nachdem, ob Sie die Lebensmittel im Bioladen oder im Discounter einkaufen, fallen Ihre Ausgaben höher oder geringer aus.

Durch einen bewussten Konsum können Sie auf jeden Fall Kosten einsparen. Versuchen Sie darauf zu achten, nur das zu kaufen, was Sie auch wirklich (ver)brauchen. Wegwerfen ist teuer. Auch ein Besuch beim Wochenmarkt auf dem Rathausplatz kann sich lohnen, zudem ist hier regionales und ökologisch angebautes Obst und Gemüse im Angebot.

Mensa

An langen Tagen an der Uni ist es oft praktisch und bequem, den Hunger in der Mensa zu stillen. Das Essen in der Mensa wird staatlich subventioniert, um es zu studentischen Preisen anbieten zu können.

An der Leuphana betreibt das Studentenwerk OstNiedersachsen zwei Mensen, in denen Sie kostengünstig essen können. Jeden Mittag können Sie zwischen mehreren Hauptgerichten, Salaten und Nachspeisen auswählen.

Auf dem Campus Scharnhorststraße können Sie während der Vorlesungszeit auch abends bis 19 Uhr in der Mensa essen. Doch hier gilt: Wenn Sie zweimal täglich in der Mensa essen, statt sich auch mal selbst an den Herd zu stellen, müssen Sie tendenziell mit höheren Kosten rechnen.

Krankenversicherung

Wenn Sie sich als Studierende*r an einer Hochschule einschreiben, müssen Sie einen Krankenversicherungsschutz nachweisen. Bis zu einem Alter von 25 Jahren können Sie beitragsfrei über die Familienversicherung Ihrer Eltern mitversichert sein.

Doch Vorsicht: Die Familienversicherung gilt nicht mehr, wenn Sie regelmäßig mehr als 415 Euro (bei ausschließlichem Minijob 450 Euro) monatlich verdienen.

Beiträge für Studierende

Sobald Sie die Alters- oder Einkommensgrenzen der Familienversicherung überschritten haben, gilt die studentische Versicherungspflicht. Als Student*in können Sie sich bei gesetzlichen Krankenversicherungen vergleichsweise günstig kranken- und pflegeversichern.

Mitte 2016 liegen die Tarife zwischen 60 Euro und 80 Euro monatlich. Die studentische Krankenversicherung gilt allerdings nur bis zur Vollendung des 14. Fachsemesters oder bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Unter bestimmten Bedingungen – zum Beispiel wenn Sie länger erkrankt waren, Angehörige gepflegt haben oder während des Studiums Mutter oder Vater geworden sind – können diese Fristen der studentischen Versicherung verlängert werden.

Absolventen- oder Übergangstarife

Wenn Sie während des Studiums 30. Jahre alt werden oder das 14. Fachsemester überschreiten, können Sie sich nicht mehr studentisch krankenversichern und müssten eigentlich den Tarif der freiwilligen Krankenversicherung zahlen. Viele gesetzliche Krankenkassen bieten aber zusätzlich Absolventen- oder Übergangstarife, über die Sie sich für sechs weitere Monate günstig versichern können.

Gesetzlich oder privat?

Mit Beginn Ihres Studiums können Sie entscheiden, ob Sie in eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung eintreten wollen, unabhängig davon, ob Sie vorher privat oder gesetzlich versichert waren.

Wenn Sie sich für die private Versicherung entscheiden, können Sie sich von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreien lassen. Dafür müssen Sie bis spätestens drei Monate nach Beginn Ihres Studiums einen entsprechenden Antrag bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Dabei empfiehlt es sich, den Antrag schon vor Beginn des ersten Semesters zu stellen, da ansonsten eine Versicherungs- und Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht.
Sollten Sie sich für eine private Krankenversicherung zu Beginn Ihres Studiums entscheiden, müssen Sie beachten, dass Sie bis zum Ende Ihres Studiums nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln können. Umgekehrt gilt dies ebenfalls: Gesetzlich Versicherte können nach den erwähnten ersten drei Monaten ihres Studiums nicht mehr in die private Krankenversicherung wechseln.
Das sollten Sie bei einer privaten Krankenversicherung beachten:

  • In der privaten Krankenversicherung müssen sich Familienmitglieder selbst beitragspflichtig versichern und sind nicht – wie bei der gesetzlichen – automatisch über die Familienversicherung mitversichert.
  • Wenn Sie sich von einem Arzt behandeln lassen, müssen Sie die Rechnung zunächst selbst bezahlen und bekommen das Geld später von Ihrer Krankenversicherung zurückerstattet.
  • Je älter Sie werden, desto höhere Beiträge müssen Sie zahlen.
  • Wenn Sie einmal in der privaten Krankenversicherung drin sind, können Sie frühestens nach dem Ende Ihres Studiums wieder in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Einzige Ausnahme: Wenn Sie zwischen dem Bachelor-Abschluss und vor Beginn Ihres Master-Studiums mindestens vier Wochen exmatrikuliert sind, sind Sie berechtigt, noch einmal zu wechseln.

Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung gilt als eine der wichtigsten Versicherungen. Sie versichert Sie gegen Schäden, die Sie anderen zufügen. Sie schütten aus Versehen Kaffee über das Notebook Ihres Sitznachbarn? Anstatt diesen Schaden selbst bezahlen zu müssen, springt Ihre Haftpflichtversicherung für Sie ein.

Als Studierende*r sind Sie über Ihre Eltern privathaftpflichtversichert, solange es sich bei Ihrem Studium um Ihre erste Ausbildung handelt. In welcher Form Sie bei ihren Eltern mitversichert sind, hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Erkundigen Sie sich also erst einmal, ob Ihre Eltern eine Privathaftpflichtversicherung haben und überprüfen Sie anschließend den Vertrag nach den genauen Bedingungen der Mitversicherung.

Eine Haftpflichtversicherung kostet zwischen 30- 70 Euro, je nach Abdeckungssumme.

Bücher und Kopien

Alle Bücher, die Sie für das Studium benötigten, können Sie in Hochschulbibliotheken ausleihen. Ist ein bestimmtes Buch nicht vor Ort, können Sie das Fernleihe-System nutzen.

An den meisten Hochschulstandorten finden Sie Copyshops und andere Kopier- und Druckservices – zum Teil auch studentisch betrieben – bei denen Sie Ihre Fachliteratur und eigene Texte kopieren oder drucken können.

Immer mehr Fachliteratur wird von Lehrenden und Bibliotheken auch digital zur Verfügung gestellt. Damit steht es Ihnen offen, Texte mit dem Computer, Tablet oder eReader zu lesen, um so Kopierkosten zu sparen.

TIPP

Im Medien- und Informationszentrum der Leuphana können Sie Ihre Dokumente von einem der öffentlichen Computer drucken. Das kostet nur 3 Cent pro Seite in schwarz-weiß (20 Cent in Farbe).

Computer, Technik & Co

Ohne Computer können Sie heute kein Studium mehr bestreiten. Sie verwalten im Internet Ihren Stundenplan, schreiben damit Ihre Hausarbeiten und kommunizieren mit Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie Lehrenden. Da es an der Leuphana wie an den meisten Hochschulen öffentliche Rechner gibt, auf die Sie mit einem eigenen Account zugreifen können, sind Sie nicht unbedingt auf einen eigenen Rechner angewiesen.

Wenn Sie Wert auf einen eigenen Computer legen, gibt es beim Kauf je nach eigenem Anspruch große preisliche Unterschiede. Viele Anbieter bieten Ihnen aber Studierenden-Rabatte. Eine kurze Recherche lohnt sich auf jeden Fall. In mathematischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen brauchen Studierende einfache oder sogar programmierbare Taschenrechner. Diese liegen je nach Anspruch preislich zwischen 30 Euro und über 150 Euro.

An der Leuphana gibt es aber für fast alle technischen Geräte, die Sie in Ihrem Studium brauchen, die Geräteausleihe: Von Laptops über Beamer und Aufnahmegeräte für Audio und Video bis hin zu Transkriptionsgeräten und Digitalkameras verleiht Ihnen die Geräteausleihe alle gängigen Mediengeräte für einige Tage. 

TIPP

Sind Ihre Musikboxen oder der Wasserkocher kaputt? Anstatt diese Dinge neu zu kaufen, ist es immer einen Versuch wert, kaputte Dinge zu reparieren und damit eine Menge Geld zu sparen. An jedem ersten Sonntag im Monat findet in der Mondbasis das Repair-Café statt. Da wird nichts aufgegeben!
www.mondbasis.co

Freizeit, Kultur und Sport

Studierende geben durchschnittlich 68 Euro für Freizeitvergnügen aus. Je größer die Stadt ist, desto größer sind durchschnittlich die Ausgaben für Freizeitangebote.

Ob Sie lieber ins Kino, Theater oder auf Konzerte gehen, bei Vorlage Ihres Studentenausweises bekommen Sie in der Regel Rabatte. An vielen Universitäten bietet der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) kostengünstige Kulturprogramme. An der Leuphana gibt es zum Beispiel einmal wöchentlich im UniKino ein buntes Filmprogramm und das Kulturreferat veranstaltet regelmäßig Konzerte und Lesungen. Außerdem gibt es an der Leuphana das Semesterticket Kultur. Damit kommen Sie kostenlos in die meisten Lüneburger Museen, ins Theater oder auf Konzerte in den großen Kirchen.

Wenn Sie sich sportlich betätigen möchten, können Sie zu studentischen Preisen das Sportprogramm des Hochschulsports nutzen. Hier finden Sie angeleitete Kurse und Übungsgruppen in über 60 Sportarten sowie ein Fitnessstudio. Zur Entspannung bietet der Hochschulsport unter anderem eine Sauna und kostengünstige Massagen an.

Kleidung

Studierende geben durchschnittlich 52 Euro monatlich für Kleidung aus. Es gibt zwar einen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Studierenden, der fällt mit 55 Euro zu 48 Euro aber nicht wirklich ins Gewicht.

Auch beim Kleidungskauf können Sie Geld sparen: Lüneburger Studierende veranstalten zum Beispiel regelmäßig Kleidertausch-Partys oder Flohmärkte, auf denen Sie nicht nur selbst stöbern, sondern auch Ihre abgelegte Kleidung ambieten können.

TIPP

Tauschen von Kleidungsstücken ist bei vielen mindestens so en vogue wie bei anderen der Kaufrausch. Bei diversen Kleidertausch-Partys können Sie Gleichgesinnte treffen und Geschichten zu Ihren neuen und alten Lieblingsstücken austauschen. Halten Sie Ihre Augen nach den aktuellen Terminen auf!

Drogerieartikel

An Spülmittel, Zahnpasta, Shampoo, Waschpulver und Co denken Sie vielleicht gar nicht, wenn Sie sich Gedanken über Ihre monatlichen Ausgaben machen.

Aber Drogerieartikel sind teuer und sollten deshalb als Kostenpunkt nicht vergessen werden. Auch hier fällt die Höhe der jeweiligen Ausgaben unter den Studierenden sehr unterschiedlich aus.

Medikamente und Arztkosten

Auch als Studierende*r sind Sie nicht von Medikamentenzuzahlungen und Eigenanteilen für Krankenhausaufenthalte befreit. Und wenn Sie sich bei einer Erkältung Nasenspray oder Kopfschmerztabletten kaufen wollen, zahlen Sie diese komplett aus eigener Tasche.

Aber auch für Sie gelten die üblichen Belastungsgrenzen. Wenn die Kosten, die für Ihre Gesundheit anfallen, 2 % des Bruttojahreseinkommens überschreiten, müssen Sie maximal 86,16 Euro Mindestzuzahlung beisteuern.

Und bei chronischen Erkrankungen liegt die Grenze bei 1 %. Um solch eine Teilbefreiung beantragen zu können, müssen Sie allerdings alle Quittungen für geleistete Zuzahlungen aufheben und bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

TIPP

Sie sind unter 20 und weiblich? Die Kosten der Pille übernimmt für Sie noch die Krankenversicherung!

Internet, Telefon und Rundfunkbeitrag

Wenn Sie nicht in einem Studentenwohnheim wohnen, müssen Sie in der Regel Verträge mit einem der vielen Telefon- und Internetanbieter abschließen. Hierbei sollten Sie vor allem auf einmalige Kosten zur Installation und die Vertragslaufzeiten achten.

Jeder Haushalt in Deutschland muss monatlich den Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,50 Euro an die Service-Stellen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zahlen. Wenn Sie in einer WG wohnen, teilen Sie sich diesen Beitrag mit Ihren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Wenn Sie allein leben, müssen Sie die komplette Gebühr einkalkulieren.

Wenn Sie BAföG empfangen, können Sie sich unter Vorlage Ihres BAföG-Bescheids von der Rundfunkgebühr befreien lassen. Die Befreiung kann bis zu zwei Monate rückwirkend beantragt werden. Die Befreiung gilt auch für Ihre*n Ehepartner*in oder eingetragene*n Lebenspartner*in, nicht aber für Ihre WG-Mitbewohner*innen.

Öffentliche Verkehrsmittel und Fahrtkosten

Wenn Sie viel mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, brauchen Sie in Ihrer Hochschulstadt kein Auto. Und für Fahrten in die nähere oder auch schon etwas fernere Umgebung gibt es an vielen Hochschulen Semestertickets für den öffentlichen Nahverkehr.

Das Semesterticket der Leuphana ist Teil des Studentenausweises und gilt für den gesamten Lüneburger Busverkehr, alle Nahverkehrszüge in Niedersachsen sowie die Metronom-Strecke zum Hamburger Hauptbahnhof. Dafür zahlen Sie aktuell im Rahmen des Semesterbeitrags
160,70 Euro.Wenn Sie häufiger lange Strecken fahren müssen, sollten Sie die Preise von Bahn und Fernbussen vergleichen, dabei Frühbucherrabatte beachten oder Mitfahrgelegenheiten nutzen.

Auch die BahnCard ist für Studierende deutlich günstiger als im Normaltarif. Aktuell zahlen Sie bei Vorlage Ihres Studentenausweises 41 Euro für die BahnCard 25 und 127 Euro für die BahnCard 50.

Hinweis: aktuelles Angebot der Bahn für Studierende: BahnCard 25: 39 Euro und BahnCard 50: 69 Euro ► www.bahn.de - MyBahnCard 25/50

 

TIPPS

Wer sich gerne mit einem Drahtesel bewegt, ist in Lüneburg gut aufgehoben. Wenn Ihr eigenes Gefährt mal streikt, dann melden Sie sich bei StadtRAD Lüneburg an. Dort können Sie sich dutzende Fahrräder an sechs unterschiedlichen Stationen ausleihen und die erste halbe Stunde kostenfrei nutzen. Sowohl auf dem Campus Scharnhorststraße als auch auf dem Campus Volgershall gibt es eigene Stationen.

Wenn Sie Ihren Drahtesel wieder auf Vordermann bringen möchten, können Sie das selbstständig und mit tatkräftiger Unterstützung von Studierenden bei KonRad auf dem Campus Scharnhorststraße machen. Die Mitarbeiter*innen sind geschult, schaffen ein cooles Reparierambiente und stehen auch bei Fragen zur aktuell laufenden Musik-Playlist Rede und Antwort. Gebrauchte und fabrikfrische Ersatzteile können Sie dort ebenfalls direkt erwerben.