Erfahrungsberichte zum Bachelor BWL

Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte zum Bachelor Betriebswirtschaftslehre am Leuphana College. 

Erfahrungsbericht von Kevin

Kevin studiert die Major Betriebswirtschaftslehreund Umweltwissenschaften mit dem Minor Raumwissenschaften. Den modernen und interdisziplinären Charakter des Leuphana Bachelor am College schätzt er sehr. Zudem ist das Betreuungsverhältnis am College sehr gut und Lüneburg als Studienort hat viel zu bieten.

  • Warum die Leuphana?
  • Mein Studium
  • Das Zulassungsverfahren
  • Die Startwoche
  • Das Leuphana Semester
  • Komplementärstudium
  • Praktikum und Ausland
  • Engagement neben dem Studium
  • Studienfinanzierung
  • Lüneburg als Studienstadt
  • Wie geht es nach dem Bachelor weiter?
  • Wem würde ich ein Studium empfehlen?

Warum die Leuphana?

Aus der Masse an Universitäten sticht die Leuphana mit besonderen Studiengängen heraus. Allerdings sind nicht nur die Studiengänge an sich, sondern auch das komplette Umfeld, durch Nebenfach (Minor) und Komplementärstudium besonders. Die Leuphana vermittelt dadurch einen modernen Charakter, eine zukunftsgewandte Ausbildung und viele Chancen, auch in fachfremde Bereiche einzutauchen. Durch die geringe Größe der Uni ist auch das Betreuungsverhältnis (meistens) sehr gut und es ist für Studierende möglich, nicht nur als „Nummer“ wahrgenommen zu werden.

Mein Studium

Ich studiere im 8. Semester Betriebswirtschaftslehre und Umweltwissenschaften im (Doppel)Major mit dem Nebenfach Raumwissenschaften. Ursprünglich angefangen habe ich, um mich mit gesellschaftlichen Problemen, die meistens unter die Kategorie „Nachhaltigkeitsprobleme“ fallen, auseinanderzusetzen. Ich sehe mich als angehender Nachhaltigkeitswissenschaftler und möchte wissenschaftliche Erkenntnisse in die Anwendung bringen. Der Spruch „Wissen ist Macht“ gilt daher für mich nur abgeändert: „Angewandtes Wissen ist Macht“, wobei es mir nicht um persönliche Profilierung, sondern gesamtgesellschaftliche Entwicklung geht.
Eine stärkere Reflektion der Inhalte und generell mehr Zeit würde ich allerdings begrüßen, da die Kerninhalte (in diesem Fall der BWL) doch noch recht klar vermittelt werden und wenig Platz für „neuere“ Inhalte ist, die sich kritischer mit den Strukturen befassen. Hier müsste man dann aufs Komplementärstudium ausweichen.

Das Zulassungsverfahren

Das Zulassungsverfahren der Leuphana wird durch die Studierendenfähigkeitstests einem offeneren Weltbild angepasst, weil nicht mehr die reine Abiturnote entscheidet und auch andere Faktoren, je nach Studiengang, eine Rolle spielen. Ich fand es fair, bin natürlich aber auch vorgeprägt, da ich zugelassen wurde.

Die Startwoche

Die Startwoche hat super Chancen zur persönlichen Einfindung geboten und den Einstieg ins Studium enorm erleichtert. Es bot die Möglichkeit, neue Leute auch abseits des Studiengangs kennenzulernen und erste Freundschaften zu knüpfen. Inhaltlich spannend ist es auch, kommt aber natürlich immer auf das Thema des entsprechenden Jahres an. Mit Keynotes ist die Leuphana stets versucht, Dynamik und Input von erfahrenen Wissenschaftlern und Personen des gesellschaftlichen Interesses einzubinden.

Das Leuphana Semester

Im ersten Semester hat man in einigen Veranstaltungen erneut die Möglichkeit mit fachfremden Personen in Kontakt zu gelangen, was den interdisziplinären Charakter der Uni stärkt. Das Verantwortungsmodul hat mir sehr gefallen, weil sich dadurch auch nicht-Umweltwissenschaftler mit Nachhaltigkeitsthemen befassen mussten und dieses allgemeine Thema aus vielen Blickwinkeln, z. B. der BWL, betrachtet werden konnte. Inhaltlich habe ich mich im Verantwortungsmodul mit der Tragedy of the commons beschäftigt, was mir in meinem Weltverständnis stark geholfen hat. Die Uni ist stehts bemüht das Leuphana Semester zu optimieren, aber bei einigen Veranstaltungen des ersten Semesters hat man schon Zweifel an der Sinnhaftigkeit.

Komplementärstudium

Komplementäre, also Zusätze/Ergänzungen, bieten die Möglichkeit einen Blick über den Tellerrand seiner Disziplin zu wagen. Je nach Angebot des Semesters gibt es viele spannende Seminare und Veranstaltungen, die Weiterbildungsmöglichkeiten auf allen Dimensionen bieten. So kann man zum Beispiel Programmieren lernen, obwohl man damit in seinem Hauptstudium nichts zu tun hat.

Praktikum und Ausland

Meine Praktika habe ich in den Semesterferien untergebracht und plane einen Auslandsaufenthalt nach dem Studium, daher sind meine Erfahrungen begrenzt. Es gibt allerdings Komplementärmodule die eine Anrechnung von Praktikumszeit als Komplementär erlauben und das International Office ist, soweit bekannt, immer stets bemüht den Studierenden bei ihren Auslandswünschen zu helfen.

Engagement neben dem Studium

Die Uni in Lüneburg würde ich als sehr „initiativenreich“ beschreiben, weil es von studentischen Unternehmensberatungen, Börsenclubs, Flüchtlingshilfsorganisationen hin zu Initiativen für Konfessionen und dem Fotolabor alles gibt, was das engagierte Herz begehrt. Ich selbst bin in der Fachschaft / Fachgruppenvertretung für meinen Studiengang und repräsentiere die Studierenden in universitären Gremien, bei denen z. B. über Finanzierung und Lehrpläne entschieden wird.

Studienfinanzierung

Ich komme aus der Umgebung von Lüneburg und musste daher nicht umziehen. Es gibt allerdings Dutzende von Möglichkeiten an der Uni Geld zu verdienen, z. B. als Studentische Hilfskraft bei Professoren sowie natürlich das Bafög an sich.  

Lüneburg als Studienstadt

Lüneburg ist ein toller Ort fürs Studium, da der liberale Charakter der Uni über die Jahre auf jeden Fall die Stadt geprägt hat (oder andersrum). Es gibt viele vegetarische und vegane Ernährungsmöglichkeiten sowie studierendenfreundliche Restaurants und Events, Geschäfte, generell Angebote und ähnliches, was die Attraktivität der Stadt für Studierende erhöht.

Wie geht es nach dem Bachelor weiter?

Ich möchte in einem Gap-Year Praxiserfahrung sammeln und werde dann wohl einen Masterstudiengang anstreben, der Nachhaltigkeit und BWL vereint.

Wem würde ich ein Studium empfehlen?

Die Uni Lüneburg ist etwas für plurale Querdenker, die gerne mit Neuem konfrontiert werden und auch kritische Reflexion nicht scheuen. Die Uni ist nichts für Leute, die einen klassischen Studiengang absolvieren wollen, klare Karriereziele haben und sich von Major/Minor/Komplementär eher ablenken lassen würden.

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